Forschung aktuell

Pasterze gibt nach tausenden von Jahren einen meterlangen Baumstamm frei

Peter Rupitsch (Direktor Nationalpark Hohe Tauern Kärnten), Andreas Kellerer (Uni Graz), Konrad Mariacher (Nationalpark Ranger), Josef Rieger (Grossglockner Gletscherbahn) und Katharina Aichhorn (Nationalpark Hohe Tauern Kärnten) kurz vor der Bergung des sensationellen Fundstücks (v.l.n.r).

Nationalpark Hohe Tauern und Österreichischer Alpenverein bergen mit fachlicher Unterstützung der Universität Graz einen sensationellen Gletscherfund am Fuße des Großglockners und machen ihn für wissenschaftliche Untersuchungen und in Folge für die Öffentlichkeit zugänglich.

In einer spektakulären Bergung konnte die - in zwei Teile zerbrochene - Zirbe am 24. Juni 2015 mit Hilfe eines Hubschraubers erfolgreich aus dem Gletschervorfeld der Pasterze geborgen werden. Beide Teile zusammen haben insgesamt eine Länge von 7,9 m und das stattliche Gewicht von 1.700 kg.

 

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Über 100 JägerInnen kamen zum Seminar „Herausforderung Rotwild“ in das Nationalparkzentrum Mallnitz

Gemeinsam mit der Bildungsplattform der Kärntner Jägerschaft veranstaltete der Nationalpark Hohe Tauern vergangene Woche im Nationalparkzentrum Mallnitz ein Seminar zum Thema „Herausforderung Rotwild". Unter der Anwesenheit von LJM Ferdinand Gorton wurden die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Rotwild von hochkarätigen Referenten präsentiert.

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Bartgeier – Neuigkeiten über die Brutaktivitäten in den Hohen Tauern

c NPHT/Knollseisen

Aufgrund der hohen Temperaturen im Frühwinter haben 2015 viele Bartgeierpaare in den Alpen sehr früh mit der Eiablage begonnen. So auch das Rauriser-Paar, das heuer schon vor dem 8. Jänner die Eier gelegt hat. Sie nutzten erstmals einen alten Kolkrabenhorst an einem schmalen Felsband im Krumltal, den sie 2008 bereits begonnen hatten, auszubauen. Im Laufe der Jahre entwickelte er sich zu einem stattlichen Horst. In den letzten Jahren beschlossen die Bartgeier dann aber kurz vor Brutbeginn einen der beiden anderen Horste zu benutzen. Der neue Horst liegt deutlich höher als die beiden anderen und ist Witterungseinflüssen stärker ausgesetzt. So türmte sich am vorderen Horstrand Triebschnee gut einen halben Meter hoch auf. Wie schon in den vergangenen Jahren brütete das erfahrene Paar sehr routiniert. Am 2. März hätte spätestens der erste Jungvogel schlüpfen sollen.

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9. "Nationalpark Hohe Tauern Tag der Artenvielfalt" 2015 - Untersulzbachtal, 07. - 09. August 2015


Vom 07. bis 09. August 2015 steht der Nationalpark Hohe Tauern wieder ganz im Zeichen der Arten­vielfalt. Angespornt durch die bemerkenswerten Ergebnisse der bisherigen Nationalpark Tage der Artenvielfalt findet diese Schwerpunktinventur heuer im Salzburger Anteil im Untersulzbachtal, Nationalpark-Gemeinde Neukirchen am Grv. statt.

 

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24 Bartgeier fliegen in den österreichischen Alpen

Alter ausgefärbter Bartgeier c) NPHT/Knollseisen

 Zumindest 24 Bartgeier leben aktuell in Österreich. Dies ergaben die vom Nationalpark Hohe Tauern organisierten heurigen Bartgeierzähltage. Damit konnten deutlich mehr Geier beobachtet werden als im Jahr 2013.
„Es ist erfreulich, dass nach vielen arbeitsintensiven Jahren im Bartgeierwiederansiedelungsprojekt nun derartige Erfolge eingetreten sind. Seit 1986 werden in den Hohen Tauern Junggeier ausgewildert. 2014 ist ein Rekordjahr. Neben dem herausragenden Zählergebnis von 24 Bartgeiern, sichern zwei erfolgreiche Freilandbruten im Nationalpark Hohe Tauern und die Freilassung zweier weiterer Junggeier im Osttiroler Debanttal den Bestand zusätzlich“, so LHStv. Mag. Ingrid Felipe, derzeitige Ratsvorsitzende des Nationalparks Hohe Tauern.

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8. Tag der Artenvielfalt im Nationalpark Hohe Tauern

70 WissenschaftlerInnen nahmen am 8. Tag der Artenvielfalt teil

Mit Batcordern unterwegs im Nationalpark Hohe Tauern
70 WissenschaftlerInnen aus Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien durchkämmten vom 18. bis 20. Juli 2014 das Seebachtal bei Mallnitz (Kärnten) mit dem Ziel, innerhalb von 48 Stunden möglichst viele Tier-, Pflanzen- und Pilzarten vom Talboden bis in die Gipfellagen zu erheben. Mit dabei war auch Daniela Wieser, Koordinatorin der KFFÖ (Koordinationsstelle für Fledermausschutz und – forschung in Österreich) für Kärnten. Die „Batwomen“ ist mit ihrem Team angereist, um den Fledermausbestand im Seebachtal zu erkunden.

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Neuauflage: Pflanzenwelt der Hohen Tauern

(v.l.) NP-Direktor Peter Rupitsch (Kärnten), die Autoren Helmut Hartl, Thomas Peer und Manfred A. Fischer sowie BGM Günther Novak (Mallnitz) bei der Buchpräsentation.

In der Wandersaison 2014 hat der Nationalpark Hohe Tauern das populärwissenschaftliche Pflanzenbuch neu aufgelegt. Im handlichen A 5 Format ist die Lektüre ein optimaler Begleiter, um bei seinen Wanderungen die reichhaltige Pflanzenwelt der Hohen Tauern kennen zu lernen. Die Autoren Helmut Hartl, Thomas Peer und Manfred A. Fischer kennen die Hohen Tauern wie aus ihrer Westentasche und haben das Buch so gestaltet, dass es für Jedermann einfach ist, die wichtigsten 200 Arten und Lebensräume des Gebietes zu erkennen und erforschen.

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Nationalpark – Jagdbeirat tagte auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Der Jagdbeirat als beratendes Gremium für die Kärntner Nationalparkreviere in den Hohen Tauern  tagte am 4. Juni zum 13. Mal, heuer auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

Stellvertretender Vorsitzender, Bgm. Peter Suntinger, begrüßte neben LJM Stellvertreter Sepp Monz und DI Hans Mattanovich als Vertreter der Kärntner Jägerschaft auch die zuständigen Behördenvertreter, die Bezirksjägerschaft, die Hegeringleiter, die Grundbesitzervertreter, Hans Pichler als Obmann der Steinwildhegegemeinschaft Großglockner und Prof. Wolf Schröder als profunden Kenner des Wildtiermanagements in den Kärntner Nationalparkrevieren und dankte allen Beiratsmitgliedern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

 

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„Schnellstarter“ – Bartgeier Killian hat ersten Flugversuch gestartet

Einer der beiden erst vor gut einer Woche freigelassenen Bartgeier im Lienzer Debanttal entpuppt sich als „Schnellstarter“ – er hat bereits heute seinen Erstflug absolviert.

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Bartgeier Felix und Kilian im Nationalpark Hohe Tauern freigelassen

Im Debanttal bei Lienz im Nationalpark Hohe Tauern wurde am 23.5.2014 ein weiterer Impuls für eines der erfolgreichsten Artenschutzprojekte im Alpenraum gesetzt: Die beiden Bartgeier Felix und Kilian wurden freigelassen und werden einen weiteren wesentlichen Beitrag zum Aufbau einer stabilen Population von Bartgeiern in den Hohen Tauern und im Alpenraum leisten.

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Über 120 TeilnehmerInnen beim Seminar "Auerwild - Wild mit besonderen Ansprüchen"

Heute, Freitag, fand im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz das Seminar zum Thema „Auerwild – Wild mit besonderen Ansprüchen“ statt. „Keine heimische Wildart reagiert so empfindlich auf die Veränderungen des Lebensraumes wie die Rauhfußhühner“ begrüßte Landesjägermeister DI Dr. Ferdinand Gorton die über 120 TeilnehmerInnen. So wird für lebensraumgestaltende Maßnahmen seitens der Kärntner Jägerschaft, die sich für das Auerwild verantwortlich fühlen, ein entsprechender Betrag reserviert, der Jagdausübungsberechtigten oder auch Grundeigentümern für den Mehraufwand in der Bewirtschaftung (Einzelstammentnahme, Frattenlegen des Astmaterials, Entfernung des Unterwuchses, Anlage von Flugschneisen) zur Verfügung gestellt wird.

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Bartgeierfreilassung in Osttirol am 23. Mai 2014

Der Nationalpark Hohe Tauern lädt herzlich zu einer Bartgeierfreilassung am 23.5.2014 ins Debanttal bei Lienz. Erstmalig wird "vor den Toren" der Bezirkshauptstadt Lienz in der Schobergruppe ein Bartgeier freigelassen. Zur Einladung...

 

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Gänsegeier: erste Sommergäste im Nationalpark angekommen

Rössler: Nationalpark muss sich immer wieder neuen Forschungsfragen stellen

Am Montag dieser Woche, 12. Mai, ist um 14 Uhr der erste besenderte Gänsegeier in Rauris angekommen, nach nur vier Stunden Flugzeit von Cornino / Udine. Bis 5. Mai hat sich der Vogel auf der Insel Cres aufgehalten. Sein Flug nach Rauris hängt mit dem Wissen der Gänsegeier zusammen, dass um diese Zeit das Angebot an Aas, infolge durch Lawinen umgekommener Tiere stark ansteigt und auch bald mit dem Beginn des Almsommers das Nahrungsangebot durch abgestürzte Tiere noch weiter erhöht wird.

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Artenvielfalt zum Anfassen

Beim Milka Event „Lila liebt Grün" tauchten Prominente und ihre Familien in die vielfältige Welt des Nationalparks Hohe Tauern ein und unterstützten damit Artenvielfalts-Projekte.

Der Mai steht ganz im Zeichen der Vielfalt unserer Natur. Im Vorfeld des internationalen Tages der Artenvielfalt am 22. Mai holte Milka bereits diesen Freitag die wundersame Welt des Nationalparks Hohe Tauern nach Wien, in das Gasthaus Tirolergarten in Schönbrunn. Milka Ski Star Michaela Kirchgasser, Fußballer Steffen Hofmann, Star Choreograph Alamande Belfor und weitere Promis tauchten gemeinsam mit ihren Familien an diesem Nachmittag in den faszinierenden Naturraum Hohe Tauern ein und lernten einige der über 10.700 Tier- und Pflanzenarten aus nächster Nähe kennen. Moderiert wurde das Event von Christina Karnicnik, bekannt aus dem ORF.

 

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Rot-, Gams- uns Steinwild immer im Blick

NP-Referentin LH-Stv. Astrid Rössler, NP-Direktor Wolfgang Urban und NP-Wildmeister Bruno Gruber, (c) F. Reifmüller

Rössler: Nationalparkforschung trägt verstärkt zur Bewusstseinsbildung bei

An die 100 TeilnehmerInnen haben gestern, 8. Mai im Nationalparkzentrum in Mittersill sowie anschließend im NP-Forschungsrevier Habachtal an einer Nationalparkakademie Tagung teilgenommen. Diskutiert wurden neueste Forschungsergebnisse betreffend die drei Hauptschalenwildarten des Nationalparks, Rot-, Gams- und Steinwild. „Unsere Forschungsprojekte im Nationalpark müssen selbstverständlich den wissenschaftlichen Anforderungen und Standards genügen. Für genauso wichtig halte ich es aber, diese mit der Praxis zu konfrontieren, um gleichzeitig Bewusstseinsbildung auf wissenschaftlicher Grundlage betreiben zu können“, freut sich NP-Referentin LH-Stv. Astrid Rössler über das rege Interesse vor allem von Jägerinnen und Jägern an den Schalenwildforschungen im Nationalpark.

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Lange Nacht der Forschung – wir waren dabei

Mehr als 500 Besucherinnen und Besucher fanden am Freitag, 4. April, bei der Langen Nacht der Forschung ihren Weg zur Station von Nationalpark Hohe Tauern und VERBUND-Klimaschule, wo sie von Nationalpark Rangern betreut wurden.

In Klagenfurt waren 75 Stationen aus verschiedensten Forschungsrichtungen bei Österreichs größtem Forschungsevent anwesend. Auch der Nationalpark Hohe Tauern und die VERBUND-Klimaschule nahmen heuer erstmals an dem Event teil und gaben den interessierten BesucherInnen und Besuchern Einblick in Forschungsprojekte und den Klimaschul-Unterricht. Vorgestellt wurde unter anderem das Steinwild-Telemetrieprojekt, welches die Raumnutzung der Steinböcke in den Hohen Tauern untersuchte und unerwartete Ergebnisse brachte.

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Nationalpark Hohe Tauern erstmals bei der "Langen Nacht der Forschung"

Freitagnacht (4. April) richten sich alle Augen auf die lange Nacht der Forschung, woran sich der Nationalpark Hohe Tauern heuer erstmalig beteiligen wird. Bei Österreichs größtem Forschungsevent gewähren Forschungseinrichtungen Einblick in ihre täglichen Aufgaben und machen diese einem breiten Publikum zugänglich.

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Bartgeiernews: Heuer bereits 2. Jungvogel geschlüpft

Jungvogel im Nest. c Nationalpark Hohe Tauern / Knollseisen

Nach magerem Bruterfolg im Jahr 2013 verspricht 2014 ein wahres Bartgeierjahr zu werden.

Erfreuliches gibt es aus dem Nationalpark Hohe Tauern zu vermelden. Konnten 2013 nicht einmal zwei Jungvögel aus dem Zuchtprogramm in die Freiheit entlassen werden (auch in der Zucht gab es Nachwuchssorgen), so geben 2014 gleich drei Brutpaare im Nationalpark Hohe Tauern Hoffnung auf Nachwuchs.

Im Krumltal in Rauris, am Katschberg in Kärnten und im Gschlößtal in Osttirol brüten 2014 erstmals gleich drei Bartgeierpaare im Nationalpark Hohe Tauern. Letzte Woche schlüpfte ein Küken in Rauris und seit heute ist es gewiss: Auch am Katschberg hat es einen Bruterfolg gegeben. Im Gschlößtal – sollte alles gut gehen – ist der geplante Schlupftermin für Ende April berechnet.

 

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Bartgeiernachwuchs im Nationalpark

Bartgeier vor der Kulisse der Hohen Tauern

Seit heute ist es Gewissheit: Im Rauriser Krumltal ist nach 2010 nun ein weiteres Bartgeier-Küken geschlüpft. "Die Wiedereinbürgerung der Bartgeier im Alpenraum ist eines der größten, aufwändigsten und langfristigsten Artenschutzprojekte in Europa. Nach fast 30 Jahren unermüdlicher Freilassungen im gesamten Alpenraum und nach schon ansehnlichen Bruterfolgen in den West- und Zentralalpen, freuen wir uns natürlich sehr, wenn auch dort, wo die Bemühungen um diesen im Alpenraum vollkommen ausgerotteten Greifvogel begonnen haben, nämlich im Krumltal, wieder ein Bartgeier-Junges in freier Wildbahn zur Welt gekommen ist", betonte heute, Dienstag, 18. März, Nationalparkreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler.

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8. "Nationalpark Hohe Tauern Tag der Artenvielfalt" 2014 - Seebachtal


 

Mitte Juli 2014 steht der Nationalpark Hohe Tauern wieder ganz im Zeichen der Artenvielfalt. Angespornt durch die bemerkenswerten Ergebnisse der bisherigen Nationalpark Tage der Artenvielfalt findet diese Schwerpunktinventur heuer im Kärntner Anteil vom 18. bis 20. Juli 2014 im Seebachtal in Mallnitz statt. 

 

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'Bleifreies' – Wildtiermanagement im Nationalpark

Foto (NPHT/Gressmann): Tote Greifvögel infolge Aufnahme Blei verunreinigten Aufbruchs – wie hier der Bartgeier ‚Nicola‘ im Jahr 2012 sollen nicht nur im Nationalpark der Vergangenheit angehören

Rössler: "zweijähriger Versuch mit klaren Ergebnissen, jetzt sollte eine breite Umsetzung inner- aber auch außerhalb des Nationalparks folgen"

Vor zwei Jahren wurde in den Forschungsrevieren des Nationalparks, im Gasteiner Anlauftal (4.000 ha) und im Bramberger Habachtal (3.000 ha) der Versuch gestartet, ausschließlich bleifreie Jagdmunition zu verwenden. Die Gründe für diese Initiative der Nationalparkverwaltung lagen genauso auf der Hand wie die Skepsis der Jägerschaft.

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Auerwild und „bleifreie" Büchsenmunition sind Schwerpunktthemen im Jahr 2014

In einer gemeinsamen Pressekonferenz auf Schloss Mageregg in Klagenfurt, stellte heute, Dienstag, der Kärntner Jagdreferent Landesrat Christian Ragger gemeinsam mit Landesjägermeister Ferdinand Gorton die Schwerpunkte der Kärntner Jägerschaft für das Jahr 2014 vor.

Neben anderen wichtigen Themen (Wildstandsregulierung in der Kulturlandschaft, Lebensraumverbesserung für das Wild, Forst & Jagd-Dialog, Straßenfallwild, Problematik freilaufende Hunde, uvm.) hat die Kärntner Jägerschaft das Jahr 2014 zum „Jahr des Auerwildes" ausgerufen.

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Vogelstudie bestätigt internationale Bedeutung des Nationalparks Hohe Tauern

Obmann der Schutzgemeinschaft der Grundeigentümer Georg Altenberger, Bezirksjägermeister Georg Meilinger und Projektleiterin Kristina Bauch
Rössler: Großer Teil der europaweit bedeutenden Vorkommen der Hühnervögel, Eulen und Spechte ist in den Hohen Tauern beheimatet
Im Nationalpark Hohe Tauern werden seit 2010 flächendeckende Daten zur Verbreitung von Hühnervögeln, Eulen und Spechten nach der Vogelschutz-Richtlinie gesammelt. Die Ergebnisse dieser internationalen Vogelstudie (AVIFAUNA), die kürzlich Grundbesitzern und Jägern vorgestellt wurden, bestätigen die Bedeutung des Nationalparks als NATURA 2000 Gebiet nach der Fauna-Flora-Habitat- und nach der Vogelschutzrichtlinie. Die zwölf untersuchten Vogelarten gelten als Indikatoren für die Naturnähe ihrer Lebensräume.

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Im Vorjahr kamen zwölf Steinadler im Nationalpark zur Welt

Steinadler im Nationalpark

Im Jahr 2013 lag der Nachwuchs bei den Steinadlern mit zwölf Jungvögeln nur geringfügig unter dem Durchschnitt vergangener Jahre von 14 jungen Steinadlern. Vor allem die niederschlagsreichen und relativ kalten Frühjahrsmonate könnten die Ursache des unterdurchschnittlichen Bruterfolges sein. Die Hälfte des Steinadlernachwuchses (sechs Jungvögel) kam im Salzburger Anteil der Hohen Tauern zur Welt, die andere Hälfte zu gleichen Teilen in Tirol und Kärnten. Der Bruterfolg – das Verhältnis von bestätigten Jungvögeln zu kontrollierten Elternpaaren – liegt in Salzburg mit fast 0,4 höher als im Hohe Tauern-Schnitt von 0,3. Er ist aber wesentlich niedriger als bei den Ersterhebungen 2003 (0,54) und 2005 (0,48). Das ist das Ergebnis des Steinadlermonitorings im Nationalpark Hohe Tauern.

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SMS von Gämse und Rothirsch

NP-Direktor Dipl.-Ing. Wolfgang Urban, NP-Wildmeister Bruno Gruber und Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler

Rössler: Besenderung von Wildtieren und bleifreie Munition – Langzeitmonitoring und praxisnahe Fragen im Nationalpark Forschungsrevier Habachtal gleichermaßen wichtig

Seit vier Jahren pachtet und betreibt die Nationalparkverwaltung Hohe Tauern im Habachtal in Bramberg ein 3.000 Hektar großes Forschungsrevier, bekannt vor allem durch die NP-Schaufütterung im Winter und die NP-Wildtiersafari im Sommer, beides äußerst beliebte Besucherangebote. Auch verschiedene praxisrelevante Fragen in Wildtiermanagement und Jagd wurden in den vergangenen Jahren versucht zu beantworten. So wird bereits das zweite Jahr ausschließlich mit bleifreier Büchsenmunition gejagt. Für über 100 Stück erlegten Wildes liegen seither die genauen Aufzeichnungen über Ballistik, stressfreie Tötungswirkung, Verträglichkeit mit den Jagdwaffen und Auswirkungen beim Wildbret vor. Sie widerlegen alle Argumente, die gegen eine Umstellung vorgebracht wurden. „Das ist ein gutes Beispiel wie die Arbeiten im Nationalpark Forschungsrevier auch für die Jagd insgesamt Relevanz bekommen können, denn es ist höchste Zeit, hier Änderungen herbei zu führen, um die gesundheitlichen und Umweltprobleme, die mit der Verwendung von bleihaltiger Munition zusammen hängen, künftig zu vermeiden“, so Nationalparkreferentin Astrid Rössler.

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