Nationalpark Hohe Tauern - News-Artikel 2013



Schlechtes Jahr für die Gletscher im Venedigergebiet

Panorama übers „ewige Eis“ am Äußeren Mullwitzkees. © NPHT/IMGI

3,7 Millionen m³ „ewiges Eis“ rinnen sprichwörtlich den Bach hinunter - das Äußere Mullwitzkees und das Zettalunitzkees in der Venediger-Gruppe werden seit mehreren Jahren genau untersucht. Die Periode 2011/2012 hat wiederum einen starken Rückgang erbracht.

Die beiden zusammenhängenden Gletscher in der Venedigergruppe werden seit mehreren Jahren von der Univ. Innsbruck für die Nationalparkverwaltung Hohe Tauern und den Hydropgraphischen Dienst des Landes Tirol genauer untersucht. Dabei wird wie sonst verbreitet nicht nur der Rückgang der Gletscherzunge (Längenänderung) untersucht, sondern der Verlust an Eismasse – also das Volumen an Eis das verloren geht.

Mag. Martin Stocker-Waldhuber (Univ. Innsbruck) sieht die Ursachen im starken Massenverlust in den fehlenden Neuschneezuwächsen im Sommer aufgrund des warmen Sommers. Diese wären für die Gletscher besonders wichtig.

Der Rückgang im Massenhaushaltsjahr 2011/2012 hat ca. 3,7 Millionen. m³ betragen – ähnlich dem starken Rückgang im Vorjahr (2010/2011: 3,8 Mio. m³ Massenverlust). Das Jahr 2007/2008 war vergleichsweise von „wenig“ Rückgang geprägt: Ein Minus von knapp 2 Mio. m³ wies damals die Bilanz auf. Spitzenreiter war das Jahr 2006/2007 mit knapp 4,5 Mio. m³ an Massenverlust. 

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Messeinrichtung am Mullwitzkees. © NPHT/IMGI 

 

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