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Steinwildtag 2010 im Nationalparkzentrum in Mittersill

Steinwildtag 2010 im Nationalparkzentrum in Mittersill

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Obm Otto Prenner, Steinwildhegegemeinschaft Hohe Tauern West, BJM Georg Meilinger, Dr. Iris Biebach, Uni Zürich, LJM Josef Eder und NP-Dir Wolfgang Urban freuen sich über die neuen Impulse aus der diesjährigen Steinwildtagung

Steinwild in den Hohen Tauern – herzeigbare Erfolge und spannende Herausforderungen für die Zukunft

Auf Einladung der Salzburger Jägerschaft, der Nationalparkverwaltung Hohe Tauern Salzburg und der Steinwildhegegemeinschaft Hohe Tauern West fand am Samstag, 12. Juni 2010 im Nationalparkzentrum in Mittersill der Steinwildtag statt. An die 100 JägerInnen aus den Hegegemeinschaften Heiligenblut, Matrei, Kals, Prägraten und Virgen, Rettenstein, Hohe Tauern WEST und OST waren gekommen, um die Situation des Steinwildes Länder- und Revier übergreifend zu diskutieren. Der Nationalparkverwaltung ist es gelungen, die Schweizer Expertin für die Populationsgenetik des Steinwildes Frau Dr.Iris Biebach vom Institute of Evolutionary Biology and Environmental Studies der Universität Zürich für einen spannenden Fachvortrag als Highlight der Tagung zu engagieren.

Im Nationalpark Hohe Tauern leben heute rund 1.000 Stück Steinwild. Dass es heute – nach fast gänzlicher Ausrottung zu Beginn des 20. Jahrhunderts – in den Hohen Tauern wieder eine "lebensfähige" Steinwildpopulation gibt, ist zunächst den Bemühungen der Jägerschaft und später nach Gründung des Nationalparks der Zusammenarbeit mit dem Schutzgebietsmanagement des Nationalparks zuzuschreiben, ist Otto Prenner, der Obmann der Steinwildhegegemeinschaft Hohe Tauern West überzeugt. Die Jägerschaft hat bewiesen, dass sie nicht zuletzt aufgrund einer profunden Ausbildung und der hohen wildtierökologischen Standards im Salzburger Jagdgesetz auch mit den Erfordernissen eines Großschutzgebietes zurecht kommt, so der Salzburger Landesjägermeister Josef Eder und der Pinzgauer Bezirksjägermeister Georg Meilinger. Das wird auch in Zukunft die Basis für erfolgreiche Kooperationen darstellen.

Die Jägerschaft engagiert sich im Nationalpark Hohe Tauern nicht nur im Rahmen der Steinwild Hegegemeinschaften, sondern unterstützt die Nationalparkverwaltung auch bei den großen Artenschutz- und Monitoringprojekten wie bei der Wiederansiedlung des Bartgeiers oder beim Schalenwildmonitoring. Auch die Internationale Anerkennung des Nationalparks wurde letztlich nur möglich, indem Jägerschaft und Nationalparkverwaltung aufeinander zugingen und gemeinsam mit den Grundeigentümern die Bereiche der international geforderten Außernutzungstellung festgelegt wurden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: in kaum einem anderen Nationalpark der Welt wurden die Kriterien nicht nur über hoheitliche Vorschriften, sondern im Wesentlichen über privatrechtliche Naturschutzverträge erfüllt.
Schon viele Jahre bedient sich der Nationalpark zur Erforschung des Raumverhaltens dieser symbolträchtigen Wildtierart modernster Technik. 10 bis 15 ausgewählte Tiere tragen beispielsweise ein Halsband mit GPS- und Mobilfunktechnologie. Mit dem heutigen Vortrag von Dr. Biebach über die Genetik des Steinwildes wurde voraus gedacht und ein weiterer neuer Forschungsschwerpunkt, nämlich die Genetik des Steinwildpopulation in den Hohen Tauern zur Diskussion gestellt, berichtet NP-Dir Wolfgang Urban.

 

Foto (NPHT): v.l.n.r.: Obm Otto Prenner, Steinwildhegegemeinschaft Hohe Tauern West, BJM Georg Meilinger, Dr. Iris Biebach, Uni Zürich, LJM Josef Eder und NP-Dir Wolfgang Urban freuen sich über die neuen Impulse aus der diesjährigen Steinwildtagung