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Erster Geiernachwuchs in freier Wildbahn des Nationalparks - "Bartgeierbaby" im Raurisertal

Erster Geiernachwuchs in freier Wildbahn des Nationalparks - "Bartgeierbaby" im Raurisertal

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Junggeier in einer Zuchtstation

Vor wenigen Tagen ist im Raurisertal das erste Bartgeierjunge in freier Wildbahn im Nationalpark Hohe Tauern geschlüpft. "Eine kleine Sensation", so Nationalparkreferentin Landesrätin Doraja Eberle. Zugleich aber auch ein Ereignis, das schon Jahre auf sich warten ließ...

 

Im Raurisertal wurde im Jahr 1986 das internationale Projekt zur Wiederansiedlung des im Alpenraum vollkommen ausgerotteten Bartgeiers gestartet. Mehr als 30 europäische Zoos und Zuchtstationen und die größten Schutzgebiete des Alpenbogens zwischen den Hohen Tauern und den Französischen Alpen beteiligten sich an der jährlichen Auswilderung junger Bartgeier und an deren Monitoring. Rund 150 Jungvögel wurden seither freigelassen. Mittlerweile konnten in Italien und Frankreich auch einige Brutpaare erfolgreich für Nachwuchs in freier Wildbahn sorgen, nur in den Hohen Tauern ließ der Erfolg bisher noch auf sich warten.

 

"Selbstverständlich muss man bei einem derart ambitionierten Artenschutzprojekt wie der Wiederansiedlung des mit drei Metern Flügelspannweite größten Greifvogels der Alpen auch Geduld haben und ein professionelles Projektmanagement über Jahre oder sogar Jahrzehnte durchziehen, um feststellen zu können, dass das Projekt erfolgreich ist", erlärte Nationalparkdirektor Dipl.-Ing. Wolfgang Urban. "Und mit dem ersten 'Bartgeierbaby' in unserem Nationalpark ist auch die Wiederansiedlung noch lange nicht abgeschlossen. Es ist ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und motiviert natürlich alle zum Weitermachen."

 

Ohne Nationalparks als großflächige Schutzgebiete und damit "Trittsteine" und Rückzugsgebiete für gefährdete Arten in einem grenzüberschreitenden ökologischen Verbund und ohne Nationalparks mit eigenem Management und damit Wissen und Erfahrung in Naturraummanagement, Wissenschaft und Umweltbildung wäre dieses europaweit größte und erfolgreichste Artenschutzprojekt weder in seiner Startphase noch in der heutigen weiteren Betreuung möglich, hob Nationalparkreferentin Landesrätin Eberle die Bedeutung der weltweiten Nationalparkidee hervor.