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Nationalpark Hohe Tauern Tirol begeht neue Wege

Nationalpark Hohe Tauern Tirol begeht neue Wege

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LHStv. Hannes Gschwentner mit Partnerbetriebe-Obfrau Marion Steiner-Binder

Im Rahmen der Kuratoriumssitzung des Nationalparks Hohe Tauern (NPHT) zogen Naturschutzreferent LHStv Hannes Gschwentner und Nationalparkdirektor Hermann Stotter eine Bilanz des vergangenen Jahres und boten einen Ausblick auf die Projekte der nächsten Jahre. „Der Nationalpark Hohe Tauern ist etwas sehr lebendiges. Mit Natur- und Kulturlandschaftsschutzprojekten, Bildungsmaßnahmen und Gästeangeboten wird das Naturjuwel Tirols weiterentwickelt“, freut sich Gschwentner.

Nationalpark-Partnerschulen

Jede/r SchülerIn in der Nationalparkregion soll nach Absolvierung des Bildungsprogramms der Nationalpark-Schule über die Geschichte, Bedeutung und Ziele des Nationalparks Hohe Tauern und die ökologische, wirtschaftliche und kulturhistorische Entwicklung der Region Bescheid wissen. Daher wurden bereits im Vorjahr erneut Partnerschaftsverträge mit allen Volksschulen der Nationalparkregion abgeschlossen. Der Partnerschaftsvertrag mit der Nationalpark-Hauptschule Matrei in Osttirol wird heuer nach erfolgter Evaluierung, die sehr positive Ergebnisse in Bezug auf Umweltwissen und Umweltbewusstsein gebracht hat auf weitere vier Jahre verlängert. „Die Schulen sind ein wichtiger Partner in der Vermittlung von Werten – so auch dem Naturschutz“, betont Gschwentner, der mit dem Direktor der Naturpark-Hauptschule Matrei in Osttirol Johannes Kofler die Verlängerung des Partnerschaftsvertrags unterzeichnete.

Nationalparkpartnerbetriebe

Unter Federführung des Nationalparks Hohe Tauern konnte 2009 erreicht werden, dass sich die Nationalparkpartnerbetriebe (Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Bauernhöfe) zu einer Vereinsgründung entschlossen haben. Die Gäste erhalten somit umfassende Informationen und Serviceleistungen im Zusammenhang mit dem Nationalpark Hohe Tauern. „Indem sich die Partnerbetriebe an nationalparkkonforme Qualitätskriterien halten wird aber auch die Philosophie des Nationalparks Hohe Tauern in der Region stärker verankert“, erläutert die Obfrau Marion Steiner-Binder.

Grundbesitzervollversammlung NPHT Tirol

Was den NPHT Tirol immer noch einzigartig macht ist die Tatsache, dass er sich zu fast 100% auf Privatgrundbesitz befindet. Und es gibt ihn in dieser Form nun schon seit fast 20 Jahren. „Das ist der lebendigste Beweis für die partnerschaftliche, gute Zusammenarbeit zwischen Grundbesitzern und Nationalparkverwaltung aber auch für die Einbindung der einheimischen Bevölkerung in das Nationalparkgeschehen“, stellte Gschwentner bei der V Grundbesitzervollversammlung NPHT Tirol klar. Kaum ein anderes Gesetz in Österreich ist auf derart basisdemokratische Weise entstanden wie das NP-Gesetz Hohe Tauern. Zahlreiche Bürgerbeteiligungsverfahren, Anhörungsverfahren und Informationsveranstaltungen haben in der Gesetzeswerdung in den Jahren 1989-1991 stattgefunden. Stets wurde der Forderung der lokalen Bevölkerung, und hier insbesondere der Grundbesitzer, Rechnung getragen einen „einheimischen“ Nationalpark zu schaffen der auch von allen mitgetragen werden kann. Die Grundidee des Nationalparks, nämlich den Erhalt der Kulturlandschaft gleichrangig neben den Schutz der Naturlandschaft zu stellen, hat sich als besonders erfolgreich erwiesen und wird heute vielerorts in Europa kopiert. Anders wäre es auch gar nicht mehr möglich, auf einem derart hoch entwickelten Kontinent große Naturschutzgebiete einzurichten. Das jährliche Budget für den Schutz und Erhalt der Kulturlandschaft beträgt ca. € 300.000,--.

 

Text & Foto: Land Tirol, Iris Reichkendler