Bereits seit dem Jahr 2004 bestehen die Nationalparkvolksschulen der Nationalparkgemeinden Heiligenblut, Großkirchheim, Mörtschach, Winklern, Obervellach, Mallnitz, Malta und Fischertratten. Heute, Freitag, wurde im Rahmen einer Feier das Partnerschaftsabkommen zwischen dem Nationalpark und der Nationalparkvolksschulen erneut unterzeichnet.
„Das Ziel der Nationalparkvolksschulen ist es, den Schülern bewusst zu machen, wie wichtig der Nationalpark für die nachhaltige Entwicklung der Region ist – sowohl ökologisch und gesellschaftlich als auch wirtschaftlich“, so Nationalparkreferent LHStv. Uwe Scheuch bei der Unterzeichnung. Durch das gezielte Unterrichtsprogramm lernen die Kinder den Wert dieses Natur- und Kulturerbes schätzen und sind damit später bereit, die Verantwortung für die Zukunft der Region zu übernehmen.
Am Ende des Schuljahres 2008 hat es die ersten Absolventen der Nationalpark-Volksschulen gegeben. War das Projekt ursprünglich nur für vier Jahre vorgesehen, ist man sehr schnell übereingekommen, die Nationalpark-Volksschulen weiterzuführen. Lehrer/innen und Nationalpark-Ranger haben in einem gemeinsamen Workshop dazu Möglichkeiten diskutiert und beschlossen. So wird es auch in Zukunft in jeder Schulstufe einen speziellen Nationalpark-Unterricht geben und es werden auch weiterhin junge Nationalpark-Experten heranwachsen, die die Nationalpark-Idee hinaus tragen.
„Nach dem „Nationalpark-Lehrplan“, der in den regulären Lehrplan einfließt, steht jedes Unterrichtsjahr unter einem speziellen Thema. Ist es in der ersten Schulstufe der Nationalpark mit seinen Besonderheiten, so steht in der zweiten Klasse die bergbäuerliche Kulturlandschaft im Mittelpunkt. Die dritte Klasse beschäftigt sich verstärkt mit dem Thema Wasser, wo auch Exkursionen zum Gebirgsbach stattfinden. Den Abschluss bilden schließlich die Themen Leben im Hochgebirge und Überlebensstrategien von Pflanzen und Tieren im Winter. Nationalpark-Ranger unterrichten die Schüler/innen nach diesem Lehrplan und führen sie hinaus in die Natur. Die Schüler/innen dokumentieren diesen speziellen Unterricht in ihrer „Nationalpark-Mappe“ und nützen auch sehr fleißig die vom Nationalpark zur Verfügung gestellten Bücher, Lupen und das Mikroskop“, so Nationalparkdirektor Peter Rupitsch.




