Nationalpark Hohe Tauern - www.hohetauern.at

Nationalpark Hohe Tauern als regionalwirtschaftlicher Motor

Nationalpark Hohe Tauern als regionalwirtschaftlicher Motor

Attention: open in a new window. E-mail

Pressekonferenz

 „Ökonomischen Wirkungsanalyse des Nationalparks Hohe Tauern“

Bericht des IHS-Kärnten (Institut für Höhere Studien und wissenschaftliche Forschung)

„Der regionalwirtschaftliche Effekt des Nationalparks Hohe Tauern entspricht einem Mittelbetrieb mit 220 Beschäftigten Der dadurch indizierte Steuerrückfluss beträgt insgesamt rund 6 Millionen Euro jährlich.“ dieses interessante Ergebnis einer von Nationalparkreferent LHStv. Dipl.-Ing. Uwe Scheuch gemeinsam mit der Landesplanung Kärnten beauftragten Untersuchung des Nationalparks aus ökonomischer Sicht präsentierte Scheuch in der Pressekonferenz am 15. Dezember im Landesmuseum Kärnten.

„Die primäre Aufgabe des Nationalparks Hohe Tauern ist die Erhaltung und der Schutz der Biodiversität. Das Schutzgebiet ist aber keine isolierte Insel, sondern steht in enger Wechselwirkung mit der umliegenden Region und stellt für diese einen Mehrwert da“, so Nationalparkdirektor Peter Rupitsch.

„Die Region um den Großglockner ist zwar beliebter touristischer Anziehungspunkt, in erster Linie aber Lebens- und Wirtschaftsraum für die ansässige Bevölkerung. Und für diese leistet der Nationalpark, wie wir dank der Analyse des Instituts für Höhere Studien und wissenschaftliche Forschung Kärnten wissen, einen wichtigen und positiven Beitrag zur Regionalentwicklung.“ so Scheuch.

 Die vielfältigen wirtschaftlichen Impulse, die vom Nationalpark ausgehen, tragen deutlich dazu bei, Lebensqualität und wirtschaftliche Basis der ansässigen Bevölkerung zu sichern. Das Mölltal verfügt über einen überdurchschnittlich hohen Produktionsanteil in der Land- und Forstwirtschaft, auf Grund seiner peripheren Lage aber eine schwierige Situation für Betriebsansiedelungen und Arbeitsplätze. Gerade hier gibt der Nationalpark Hohe Tauern in seiner Bedeutung als einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region positive Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung.

Der fundierte Kosten-Nutzen-Vergleich der Studie bestätigt nun den Wert der touristischen Nutzung für die Region und bestärkt damit die Entscheidung, den Nationalpark im Einklang mit der Natur weiterzuentwickeln.

Diese Weiterentwicklung in ihren räumlichen Aspekten zu planen und strategisch zu steuern ist die Kernaufgabe der Landesplanung Kärnten. Denn – „die Landesfläche ist Grundlage für die gesamte Entwicklung Kärntens und seiner Bevölkerung, für die Stärkung seiner Eigenständigkeit, für die vernünftige Nutzung der räumlichen Potentiale und für die Bewahrung der landschaftlichen Vielfalt und der natürlichen Vorzüge.“ zitiert DI Peter Fercher, Leiter der Landesplanung Kärnten, aus der räumlichen Strategie zur Landesentwicklung Kärntens STALE!K. Dieses Planungswerk definiert im Kapitel „Nutzung und Schutz natürlicher Potentiale“ den Nationalpark Hohe Tauern als eine jener Zonen, die als „langfristige Vorrangflächen aufgrund ihrer wichtigen Funktionen hinsichtlich ökologischer Bedeutung, landwirtschaftlicher Wertigkeit und hinsichtlich ihrer besonderer Bedeutung für die Lebensqualität“ besonders zu schützen sind.“