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Neuerscheinung Bildband „Nationalpark Hohe Tauern – Mit Pinsel und Stift von den Quellen der Mur zu den Krimmler Wasserfällen“

Neuerscheinung Bildband „Nationalpark Hohe Tauern – Mit Pinsel und Stift von den Quellen der Mur zu den Krimmler Wasserfällen“

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Präsentation Bildband

Zu einer imaginären Wanderung durch den Nationalpark Hohe Tauern lädt Buchautor Mag. Heinz Kröll in seinem neuen Band „Mit Pinsel und Stift von den Quellen der Mur zu den Krimmler Wasserfällen“.

Zehn Jahre lang investierte Mag. Kröll viel Zeit in das Projekt: Unermüdlich streifte er durch Antiquitätenläden, wandelte durch Auktionshäuser, schnüffelte bei Kunstsammlern, recherchierte in Galerien und Museen. Das Ergebnis liegt nun in Buchform auf: Anhand von über 250 Bildern, gefertigt von über 100 Malern, liefert Mag. Kröll einen faszinierenden Einblick in die Natur und die landschaftliche Schönheit des größten Österreichischen Naturparks mit seinen Anteilen an den Bundesländern Kärnten, Salzburg und Tirol.

 

Im Marmorsaal des Ministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend in Wien wurde das Buch am 17. November präsentiert.

Der Präsident des Vereins der Freunde des Nationalparks Mag. Werner Wutscher ging in seiner Begrüßungsansprache auf die Berührungspunkte zwischen Kunst und Natur ein und bezeichnete die Malerei als höchste Form der Kommunikation, um die Unmittelbarkeit und Einzigartigkeit der Natur zu transportieren.

Hofrat Dr. Gerbert Frodl, ehemaliger Direktor der Österreicheischen Galerie im Belvedere, skizzierte die Rolle der Berge in der Malerei. Er spannte den Bogen von den ersten Bergillustrationen der niederländischen Maler im 16. Jahrhundert über den Beginn der autonomen Landschaftsmalerei ab dem 18. Jahrhundert, bis zu Werken der expressionistischen Alpenmaler. Welche unterschiedlichen Rollen dabei hervorragende Vertreter wie Thomas Ender, Friedrich Gauermann, oder Alfons Walde spielten, erläuterte Frodl.

Der Kärntner Nationalparkdirektor Mag. Peter Rupitsch gratulierte Mag. Heinz Kröll zu dem erfolgreichen Abschluss des 10 Jahre dauernden Projekts. Mit Osttiroler Sturheit und Wiener Charme habe Kröll das Projekt durchgezogen, analysierte Rupitsch.

„Hätte ich das mit Wiener Sturheit und Osttiroler Charme“ gemacht, wäre es nie zu dem Buch gekommen, konterte Kröll schlagfertig.

Auch dessen Tiroler Amtskollege DI Hermann Stotter war zur Präsentation nach Wien gereist.

In Wien lebende Tiroler Studenten umrahmten die Präsentation musikalisch mit echten Volksmusikweisen.

Mag. Heinz Kröll stammt aus dem Defereggen, in Wien lehrte er am Theresianischen Gymnasium Kunstgeschichte. Nach seiner Pensionierung ist er weiterhin als Dozent am Amerika-Institut in Wien pädagogisch tätig. Mag. Kröll absolvierte das Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Er machte sich auch als Fotograf und Buchautor einen Namen. Er steht weiters dem Verein der Osttiroler in Wien, dem Club Osttirol, als Obmann vor.

In unterhaltsamer Weise, gewürzt mit zahlreichen humorigen Bemerkungen, begleitet von tief greifenden philosophischen Gedanken zum Naturschutz und unterstützt mit einer Videopräsentation, stellte der exzellente Rhetoriker sein Werk vor: Die Landesgrenzen negierte Kröll auf seinem Streifzug vom Quellgebiet der Mur bis zu den Krimmler Wasserfällen. Die Einteilung erfolgte nach den Gebirgszügen.

Kröll beschränkte sich in seiner Motivwahl nicht auf ausgeprägte Landschaftsformen und markante Bergspitzen, er gibt in seinem Buch vor allem den Gewässern breiten Raum. Auch Faune und Flora werden prominent eingefügt: ausgeprägte Baumformen, schützenswerte Pilze,  im Park lebende Tiere von den Gämsen bis zu den Schmetterlingen, dienen als Motiv. Und auch die in diesem Naturjuwel lebenden Menschen werden portraitiert, dabei immer in ihrer Nähe zur Natur gezeigt.

Ein Zeitraum von 200 Jahren liegt zwischen der Entstehung der ältesten Darstellung im Buch, eines Stichs von Bad Gastein, bis zu den jüngst gefertigten Bildern. Breiter Raum wird der Gruppe der „Nationalparkmaler“ um die vortreffliche Aquarellistin Hannelore Nenning gegeben, die sich grenzüberschreitend der Erhaltung der Natur in den Schutzzonen verschrieben haben und mithilfe der Domäne Malerei ein individuelles Naturerlebnis zu vermitteln suchen und historische Formen im Bild festhalten.

Höhepunkt im Band ist sicher die Großglocknerdarstellung von Thomas Ender, das Original befindet sich im Schloß Belvedere. Weitere bedeutende Künstler, die sich im Gebiet des Nationalparks zum Malen gedrängt fühlten sind etwa der Britische Maler Ed. Theodore Compton, Hugo Engl, Karl Hofmann, Hubert Sattler, Franz Eichhorst, Ernst Schrom, Karl Maria Schuster, mehrere aus der Künstlerfamilie der Stoitzners, oder der Panoramamaler Markus Pernhart.

Diesen Werken gegenüber stellt Kröll Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern, arrivierten wie Oswald Kollreider oder Kurt Welther bis zu Diana Nenning, der jüngsten im Buch vertretenen Malerein.

Für Abwechslung sorgt auch die Rücksichtnahme des Autors, die verschiedenen Techniken der Bildenden Kunst ausgeglichen in seinem Buch zu präsentieren. Dabei sind die Bleistiftzeichnungen, die die Künstler auf ihren Bergwanderungen und bei ihren Felskraxlereien in Skizzenbüchern anfertigten, besonders spannend.

Die 180 Gäste, darunter viele Künstlerinnen und Künstler, die mit Werken im Buch vertreten sind, dankten mit stürmischem Applaus für die spannende und erlebnisreiche Wanderung quer durch den Nationalpark Hohe Tauern. Und das im Sitzen. Und ohne Bergschuhe. Und in nur einer Stunde.

„Jede Landschaft der Welt hat ihren spezifischen Reiz“ postulierte der Maler Leopold Ganzer. Dass die Region des Nationalparks Hohe Tauern eine besondere Faszination auf Künstler ausübt, zeigt dieses Buch beeindruckend.

Das Buch „Nationalpark Hohe Tauern – Mit Pinsel und Stift von den Quellen der Mur zu den Krimmler Wasserfällen“  kostet € 34,- und ist beim Verein der Freunde des Nationalparks Hohe Tauern, Hof 8, 9844 Heiligenblut, Tel.: 04825/6161-10 oder This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it erhältlich.