Gletscher sind Zeugen ...

...längst vergangener Zeiten

Sie entstehen dort, wo die sommerlichen Temperaturen nicht ausreichen, um den im Winter gefallenen Schnee wieder abzuschmelzen. So lagern sich Jahr für Jahr Schneeschichten übereinander, welche sich nach der Umwandlung in Firn durch zunehmenden Druck zu Eis verfestigen. Somit ist Gletschereis kein starrer Körper und fließt als zähe Masse der Schwerkraft folgend zu Tal. Durch das Überfließen von Geländekuppen entstehen Zerrkräfte, welche sich durch das Aufreißen von Spalten entladen.

Obwohl sich die Gletscher der Alpen seit Jahrzehnten im Rückzug befinden, beherbergen die Hohen Tauern noch heute eindrucksvolle Schätze des Eisgebirges:
Wie zum Beispiel den Pasterzengletscher, mit 9 km Länge und fast 19 km2 Fläche, der größte Einzelgletscher Österreichs. Oder das Massiv des Großvenedigers, welches mit dem Eis der größten zusammenhängenden Gletscherfläche der Ostalpen gepanzert ist. Dort wo sich die Gletscher zurückgezogen haben, entsteht eine sich rasch verändernde Landschaft: Zuerst prägen noch vom Gletschereis aufgetürmte Schuttmoränen das Landschaftsbild, aber schon bald beginnen die Pioniere der Pflanzenwelt mit der Wiederbesiedelung.

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2013-10-18 10 54 58-Gletschersee - Rieder


Gletschersee c)NPHT/Rieder