Vor Ihrem Besuch

Richtiges Verhalten
Unterwegs im Nationalpark
wichtige Telefonnummern
Sicherheit am Berg
Klassifizierung von Bergwegen

 

Richtiges Verhalten

Der Nationalpark Hohe Tauern ist nicht nur dem Schutz der Natur gewidmet, sondern auch dem „Wohle des Menschen“. Die Nationalparkverwaltung vertraut auf den Respekt der Besucher gegenüber der Natur. Rücksichtnahme und entsprechendes Verhalten sind gefordert. Gebote:


Wanderwege

 Im Nationalparkgebiet finden Sie ein gut ausgebautes Wegenetz. Über 3.000 km Weglänge erstrecken sich die Routen. Im Park herrscht das Wegegebot! Aus Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt verlassen Sie die Wege nicht. Auch in alpinen Notfällen, bewahren Sie Ruhe und bleiben Sie am Weg. Die Rettungsmannschaften finden Sie dadurch leichter!

 

 

 

Abfaelle

 

Bitte nehmen Sie Abfälle wieder in Ihrem Rucksack mit ins Tal. Die Müllentsorgung im Hochgebirge ist äußerst aufwändig.

Werfen Sie auch keine Abfälle neben den Weg/in die freie Natur. Die hochalpine Naturlandschaft ist ein äußerst komplexes Ökosystem!

 

 

Hunde

 

Im gesamten Nationalpark herrscht Leinenpflicht! Für Wildtiere aber auch Almtiere (Kühe, Schafe etc.) bedeuten frei laufende Hunde eine erhöhte Stresssituation und können zu Schäden an der Gesundheit führen!

 

 

 

Ausruestung

 

Beachten Sie bitte, dass Sie sich im Nationalpark in alpinem Gelände befinden! Eine entsprechende Ausrüstung (gutes Schuhwerk sowie wetterfeste Kleidung) sind vonnöten. Auch im Hochsommer ist aufgrund schneller Witterungseinbrüche die Mitnahme von warmen Mützen und Handschuhen zu empfehlen.

 

 

 

Gefahren am Berg

 

Witterungseinbrüche und Steinschlag etc. bitte nicht unterschätzen! Fragen Sie vor Tourenantritt den Wetterbericht ab oder informieren Sie sich bei bergerfahrenen Personen vor Ort.

 

 

 

Tiere

 

 

Der Nationalpark ist ein Paradies für wildlebende Tiere. Bitte haben Sie Respekt vor deren Lebensraum. Verlassen Sie die Wege nicht und vermeiden Sie unnötigen Lärm!

 

 

 

 Blumen

Genießen Sie die unberührte Natur und erfreuen Sie sich an ihrer Vielfalt! Bitte lassen Sie Blumen, Insekten und Mineralien wo sie sind! (Gesetzliche Bestimmung erfahren Sie aus dem jeweiligen Landesnaturschutzgesetzen – z. B. gefährdete Arten)

 

 

 

Feuer Zelte

 

Campieren und Feuer machen ist in freier Natur verboten. In den Nationalparkgemeinden gibt es eine Vielzahl an Campingplätzen, welche Sie benutzen können.

 

 

 

 



Unterwegs im Nationalpark Hohe Tauern

Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind im Gebirge auch im Hochsommer auf jeden Fall notwendig. Beachten Sie den Wetterbericht oder die Empfehlungen der Einheimischen und überschätzen Sie Ihre eigene Leistungsfähigkeit nicht.

Was sonst noch in den Rucksack gehört:

Reservewäsche
leichte Kopfbedeckung als Sonnenschutz,
Sonnenschutzcreme und –brille
entsprechendes Wanderkartenmaterial
entsprechende Verpflegung und ausreichend Getränke
kleine Rucksackapotheke mit leichter Aludecke
Mütze und Handschuhe – auch im Sommer kann es bei Wetterumstürzen empfindlich kalt werden!
Wer in Schutzhütten übernachtet, sollte einen leichten Hüttenschlafsack mitnehmen.

Tipps für Wandern mit Kindern: 
Folder Wandern mit Kindern

 

Wichtige Telefonnummern:

Alpinwetter Österreichischer Alpenverein: Tel. 0512 291 600
Alpinwetter regional: Tel. 0900 91 156 681
Alpiner Notruf 
Bergrettung: Tel. 140
Notarzthubschrauber: Tel. 144 (auch Rettung)
EURO Notruf: Tel. 112

 

Sicherheit am Berg

Jedes Jahr kommt es zu tragischen Bergunfällen, nicht wenige davon verlaufen sogar tödlich.  Dabei wären drei Viertel aller Unfälle vermeidbar. Oftmals sind Selbstüberschätzung, Leichtsinnigkeit, unzureichende Sicherung und schlechte körperliche Verfassung Grund des Unfalls.

Die fünf wichtigsten Ratschläge, die man bei jeder Tour (auch bei leichten!) beachten sollte:

1. Tourenplanung:
Eine Bergtour wird nicht erst beim Aussteigen am Ausgangspunkt geplant, sondern zuhause in aller Ruhe. Schauen Sie sich alternative Routen an und merken sich vorher die Position von Schutzhütten.

2. Wetter:
Schauen Sie sich den Wetterbericht genau an, denn selbst im Hochsommer kann es im Hochgebirge schneien. Bergerfahrene Einheimische (Hüttenwirte, Bergführer etc.) sind immer eine gute Informationsquellen.

3. Ausrüstung
Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind unerlässlich. Hier Tipps, was unbedingt schon bei kleineren Touren im Rucksack sein sollte (bei hochalpinen Touren benötigt es natürlich mehr). Aber am wichtigsten ist genügend zu trinken!

4. Technik und Kondition
Ist die Tour mit dem eigenen Konditionsstand und dem der anderen machbar? Ist man an die Höhe gewöhnt (für Gipfel ab ca. 2.500m)? Viel trinken und ausreichende Pausen helfen die Kondition während der Tour zu stärken.

5. Rechtzeitig abbrechen
Wenn sich das Wetter verschlechtert oder die Kondition nachlässt brechen Sie die Tour ab! Es ist keine Schande und Sicherheit geht vor!

 

Einteilung und Klassifizierung von Bergwegen

(Quelle: www.almenrausch.at)

Wanderwege: Im Dauersiedlungsraum und anschließendem Wald
Bergwege: Außerhalb des Dauersiedlungsraumes, vornehmlich oberhalb der Waldgrenze

Wanderwege:
• gelbe Grundfarbe der Beschilderung
• in Ausnahmefällen - bei erhöhter Gefahr - zusätzlich Gefahrenangaben in Form von   Piktogrammen (z.B. Steinschlag, Absturz u.ä.)
• keine Bergerfahrung und Bergausrüstung notwendig

Bergwege:
gelbe Grundfarbe und in der Regel zusätzliche Schwierigkeitsangabe in rot oder schwarz für mittelschwierige und schwierige Bergwege

rote (mittelschwierige) Bergwege setzen voraus:
-alpine Erfahrung
-Trittsicherheit aller Personen
-entsprechende körperliche Verfassung
-Mindestbergausrüstung

schwarze (schwierige) Bergwege erfordern:
-Voraussetzung wie für rote Bergwege
-zusätzlich Schwindelfreiheit aller Personen

Schwierigkeitsbewertung
Bei den Bergwegen werden die gelben Wegetafeln mit folgenden Zusatzinformationen über Schwierigkeiten und Gefährdungslage versehen. 

Rote Bergwege: mittelschwierig
"Rote Bergwege sind mittelschwierige Bergwege, sie sind lückenlos markiert, überwiegend schmal, oft steil angelegt, teilweise ausgesetzt und setzen bei schlechtem Wetter Bergerfahrung voraus. Es sind Bergwege mit kurzen versicherten Gehpassagen und teilweise auch mit kurzen, versicherten Kletterpassagen. (Das sind Stellen, die nur mit Gebrauch der Hände überwunden werden können.) Diese Wege sollten nur von trittsicheren, ausdauernden Bergwanderern mit entsprechender Bergausrüstung begangen werden". 

Schwarze Bergwege: schwierig
"Schwarze Bergwege sind schwierige Bergwege, sie sind lückenlos markiert, schmal, ganz oder zum Teil sehr steil angelegt, oft ausgesetzt und können bei schlechtem Wetter gefährlich sein. Diese Bergwege können auch längere versicherte Kletterpassagen aufweisen (das sind Stellen, die nur mit Gebrauch der Hände überwunden werden können) und sollten daher nur von absolut trittsicheren, konditionsstarken, absolut schwindelfreien, alpin erfahrenen Bergsteigern mit einer den Anforderungen des Weges entsprechenden Bergausrüstung begangen werden".