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Der Nationalpark als Forschungsumfeld für ein intelligentes Multi-Sensorennetzwerk

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Der Nationalpark als Forschungsumfeld

Forscher aus Österreich und Italien entwickeln ein intelligentes Multi-Sensornetzwerk, um verschiedene Ereignisse wie Tiergeräusche, Steinschläge und Besucherströme im Nationalpark Hohe Tauern zu detektieren und zu lokalisieren. Hierzu werden Audio- und Videosensoren in dieser ökologisch sensiblen und klimatisch schwierigen Umgebung eingesetzt.

Drahtlose Sensornetzwerke sind heutzutage in vielen Bereichen gefragt. Sie werden neben der Umweltbeobachtung häufig in medizinischen Systemen oder in der Robotik eingesetzt. Das neu entwickelte Multi-Sensornetzwerk ermöglicht, sensitive Bereiche wie zum Beispiel die Gamsgrube im Nationalpark Hohe Tauern autonom zu beobachten. Die Gamsgrube ist aufgrund ihrer einzigartigen Vegetation und seinen Sandablagerungen von besonderem ökologischen Wert, und eine automatische Erkennung von besonderen Ereignissen ist für den Parkbetreiber sehr hilfreich. Wichtige Fragestellungen für diese Ereigniserkennung lauten:  Wie hoch ist das aktuell Besucheraufkommen in der Gamsgrube?; Werden Hunde an der Leine geführt?; oder Wie wirksam sind die Lenkungsmaßnahmen des Nationalparks?

Eine große technische Herausforderung stellt die Stromversorgung im geplanten Einsatzgebiet dar.  Die Sensoren müssen batteriebetrieben sein und drahtlos miteinander kommunizieren. Ein effizientes Energie-Management ist daher entscheidend, um eine autonome Funktion der Sensoren über eine Zeitspanne von Tagen oder Wochen sicherzustellen. Die ersten Testaufnahmen, mit einer eigens erstellten Prototypen-Plattform, wurden im Juni 2010 im Mallnitzer Seebachtal durchgeführt.  Dabei konnten auch wertvolle Untersuchungen zum Energieverbrauch der Sensorplattformen bei realen Umwelteinflüssen durchgeführt werden. Mit Hilfe der aufgezeichneten Testdaten werden die Analyseverfahren verbessert und weiterentwickelt.

Das Interreg IV Projekt „Intelligentes Multisensornetzwerk“ mit einer Laufzeit von drei Jahren startete im September 2009. Das Projekt basiert auf einer technologieorientierten Forschung für die automatisierte Analyse von bedeutenden Ereignissen durch Audio- und Videosensoren. Die im Projekt involvierten Firmen der Region Klagenfurt und Udine sind die Lakeside Labs GmbH, Eye-Tech und infoFACTORY sowie die Alpen-Adria- Universität Klagenfurt, die mit der Durchführung der Forschungsarbeiten von der Lakeside Labs GmbH betraut wurde. Das Forscherteam zeichnet sich durch eine exzellente Expertise im Bereich der vernetzten, eingebetteten Systeme und intelligenten Systemtechnologien, der Echtzeitverarbeitung, der Audio- und Videoverarbeitung, sowie in der Wissensdarstellung und Data Warehouse aus.  

Weitere Informationen:

http://www.SRSnet.lakeside-labs.com