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Sommer/Tirol: Hochschoberrunde II

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Hochschoberrunde
Mehrtägige hochalpine Gebirgsdurchquerung mit Ersteigung von vier oder fünf Dreitausendern – am besten in Bergführer-Begleitung. Diese anspruchsvolle „Maximalroute“ erfordert beste Kondition, hochalpine Erfahrung und den sicheren Gebrauch von Seil und Pickel, denn sie verläuft nicht nur auf markierten Bergpfaden, sondern auch durch ausgesetztes, steinschlaggefährdetes Felsgelände und über Gletscher bzw. steile Altschneefelder. AbsoluteTrittsicherheit, Schwindelfreiheit und die Beherrschung des 2. Kletter-Schwierigkeitsgrades werden daher vorausgesetzt. Nur bei sicherem Wetter gehen!
Mit 3240 m ist der Hochschober nur der vierthöchste Gipfel der Berggruppe zwischen Lienz und dem Großglickner – doch er protzt mit einem immer noch respektablen, weithin sichtbaren Hanggletscher, dem er wohl auch seinen Nimbus als Namensgeber verdankt. Im Rahmen dieser Tour der Superlative besuchen wir nicht nur sein schönes Gipfelkreuz, sondern auch die drei noch höheren Felszinnen, die über diese wilde und unberührte Naturlandschaft herrschen.

1. Tag:

Gleich zu Beginn peilen wir den höchsten Punkt der Schobergruppe an - und zwar über die Wangenitzseehütte, 2508 m, die wir auf dem Steig Nr. 939 und dem weiter oben einmündenden Zinkenweg (Nr. 917) über die Untere Seescharte erreichen. Die Tour auf das 3283 m hohe Petzeck ist nicht besonders schwierig, weist aber vor dem Kruckelkar eine gesicherte Felsstelle und einen Eisfleck unter dem Gipfel auf. Als Alternative bietet sich eine Runde um den Wangenitzsee an - halb Spaziergang, halb Klettersteig samt Hängebrücke (1 h).

2. Tag:

Auf dem Pfad Nr. 916 am Kreuzsee vorbei und über das gleichnamige Schartl ins Perschitzkar. Auf dem rechts abzweigenden Holländerweg (Nr. 923) in die Hohe Gradenscharte, 2803 m. Nordseitiger Abstieg durch eine steile, meist schneegefüllte Rinne (Stahlseile, oft Pickel notwendig) und durch das Vorfeld des Gradenkees zur Adolf-Noßberger-Hütte, 2488 m. Vom Kreuzseeschartl lässt sich der Hohe Perschitzkopf, 3125 m, über seinen treppenartig geschichteten Südgrat erklettern (Schwierigkeitsgrad 1+).

3. Tag:

Von der Adolf-Noßberger-Hütte, 2488 m geht es über die Niedere Gradenscharte wieder zurück ins Debanttal. Als Höhepunkt dieses Tages empfiehlt sich die Ersteigung des Keeskopfs, 3081 m. Der Abstieg vom Keeskopf gestaltet sich nicht schwierig und man kann den Tag bei der Lienzer Hütte, 1977 m gemütlich ausklingen lassen.

4. Tag:

Heute geht es auf die 3206 m hohe Glödisspitze, dem wohl markantesten Berg der Schobergruppe. Der Anstieg über den Südostgrad ist seit einigen Jahren durch ein ca. 400m langes Fixseil gesichert. Ein Klettersteigset ist empfehlenswert. Abstieg auf der gleichen Route. Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute und retour zur Lienzer Hütte, 1977 m.

5. Tag:

Auf dem Franz-Keil-Weg (Nr.914) wandern wir ins Gartl hinauf. Von dort geht's rechts auf dem Steig Nr. 912 gegen das Schobertörl aufwärts, bis man links weglos durch die Ostflanke und ziemlich in der Falllinie auf den 3240 m hohen Hochschober klettern kann. Alternativ kann man - sich rechts haltend - durch das steile Kar zwischen dem Klein- und dem Hochschober ansteigen und dann links über den Grat - eine wahre „Himmelsleiter" über dem nordseitigen Hanggletscher! - auf den Hauptgipfel klettern. In jedem Fall sind Stellen im 1. Schwierigkeitsgrad zu überwinden. Markierter Abstieg über den stellenweise gesicherten Westgrat zur Staniskascharte, links zur Schoberlacke hinab und weiter zur Hochschoberhütte, 2322 m.

6. Tag:

Als Ausklang verbleibt die Wanderstrecke über das „doppelte" Leibnitztörl, 2591 m (mit dem kleinen Gartlsee dazwischen). Der sanft absinkende Weg Nr. 914 leitet uns zur Lienzer Hütte. Auf dem Fahrweg oder - etwas länger, aber schöner - auf dem Natur- und Kulturlehrweg zum Ausgangspunkt zurück.




von Juni bis Oktober möglich



Ausgangspunkt: Parkplatz Seichenbrunn im Debanttal



Gehzeit: 1. Tag 7 h, 2. Tag 5 h, 3. Tag 7 h, 4. Tag 7,5 h, 5. Tag 7 h, 6. Tag 3,5 h.



keine geführte Trekkingtour



keine geführte Trekkingtour - Kosten für Hütten und Transfers sind selbst zu bezahlen



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