Unser Nationalpark

Eckdaten

Der Nationalpark Hohe Tauern ist der größte Nationalpark im gesamten Alpenraum und eines der größten Schutzgebiete in Mitteleuropa.

Fläche: 1.856 km²

Aufteilung

  Kernzone (km²) Außenzone (km²) Gesamt (km²)
Salzburg 538 267 805
Kärnten 327 113 440
Tirol 347 264 611
Gesamt 1.198 638 1.856 km²

Außenzone  - Durch gezielte Förderung almwirtschaftlicher Maßnahmen gilt es, das charakteristische Landschaftsbild zu erhalten.

Kernzone - strenger Schutz. Dreiviertel der Fläche von jediglicher wirtschaftlicher Nutzung ausgeschlossen.

Wanderwegenetz

  Wanderwege (km)
Kärnten 878
Salzburg 2.080
Tirol 1.350
Gesamt 4.308

West-Ost Erstreckung:   100 km
Nord-Süd Erstreckung:  40 km
Seehöhe: 1.000 bis 3.798 m (Großglockner)


Über 300 Berggipfel über 3.000 m Seehöhe
342 Gletscher mit einer Gesamtfläche von 170 km²
279 Bäche, davon 57 Gletscherbäche
26 bedeutende Wasserfälle (unzählige kleinere Wasserfälle)
551 Bergseen zwischen 35 m² und 27 ha
35 % Almen/Kulturlandschaftsgebiet
1/3tel aller in Österreich vorkommenden Pflanzenarten und an die 10.000 Tierarten leben im Nationalpark Hohe Tauern

Gründung:
1981
     Kärnten
1984      Salzburg
1991      Tirol

Was wollen wir als Nationalparkteam:
Wir
-          schützen die Natur und erhalten Lebensräume
-          dokumentieren und forschen
-          sehen Grundeigentümer und Bewirtschafter als Partner
-          unterstützen die Pflege Jahrtausende alter Kulturlandschaft
-          arbeiten mit den Menschen der Region zusammen
-          bieten Information, Erlebnis und Erholung

Nationalparkgeschichte

Konkrete Absichten in den Alpen einen Naturschutzpark zu gründen, gab es schon vor dem 1. Weltkrieg. Ein in München ansässiger Verein „Naturschutzpark“ kaufte im Stubachtal und im Amertal zu diesem Zweck beträchtliche Flächen an. Ein noch deutlicheres Zeichen setzte der Holzindustrielle Albert Wirth, der 1918 den Großglockner und den Pasterzengletscher kaufte, um beide dem Österreichischen Alpenverein zu überlassen. Er tat dies mit der Auflage, dass hier ein „Naturschutzpark der Zukunft“ entstehen sollte. Wirth hatte den Yellowstone Nationalpark in den USA gesehen und war davon überzeugt, dass in Österreich etwas Vergleichbares geschaffen werden müsste, dass auch hier charakteristische Landschaft spekulativen Interessen entzogen werden sollte.
Im Jahr 1971 vereinbarten die Landeshauptleute der Bundesländer von Kärnten, Salzburg und Tirol den Nationalpark Hohe Tauern zu errichten. Doch es sollte noch Jahrzehnte dauern, bis der Nationalpark Hohe Tauern, wie wir ihn heute kennen, gegründet werden konnte. Verschiedenste Interesse und vielfältige Einwände u. a. seitens der Energiewirtschaft, die Kraftwerke im Oberpinzgau und in Osttirol plante, von Grundeigentümern und von Interessensgruppen, die in den Schitourismus investieren wollten, gelang es in den einzelnen Bundesländern von Kärnten, Salzburg und Tirol, die Bevölkerung von der Notwendigkeit eines Schutzgebietes zu überzeugen.

Im Jahr 1981 erklärte Kärnten als erstes Bundesland durch eine Verordnung zum Nationalpark. Salzburgs Nationalparkgesetz trat 1984 in Kraft und Tirol brachte seine Bemühungen im Jahre 1992 zum Abschluss.

 

Kluge Teilung in zwei Zonen

Es war für die Gründer klar, dass es unmöglich sein würde, für den Gesamtbereich des Nationalparks die striktesten Forderungen durchzusetzen. Sie untersagen „jedigliche nachhaltige oder erhebliche Beeinträchtigung der Natur ... und jede erhebliche Lärmentwicklung“.
Aber das Gebiet ist seit Urzeiten besiedelt und es wird bewirtschaftet. Also wurde die Einteilung in eine Kern- und eine Außenzone vorgenommen. Beide Zonen sind für die Energiewirtschaft und rigorose Erschließungsprojekte tabu.
In der Kernzone, es ist dies die Eis- und Felsregion der Hohen Tauern, sind menschliche Eingriffe generell ausgeschlossen. 75 % der Fläche müssen für einen international anerkannten Nationalpark jeglicher wirtschaftlicher Nutzung entzogen sein.
Mit der Außenzone sind die Almen und Waldgebiete gemeint, die sich an die Hochregion anschließen. Sie dürfen, ja sollen bewirtschaftet werden, und zwar in der schonenden Weise, wie dies von alters her geschehen ist.

Buchtipp: Geschichte des Nationalparks Hohe Tauern

Das Buch über die Geschichte des NPHT ist anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Nationalparkidee in den Hohen Tauern bearbeitet durch die Autoren Patrick Kupper, Anna-Katharina Wöbse sowie weiteren Autoren erschienen.

Erhältlich im Nationalpark Shop


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