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Artenschutzprogramme auf dem richtigen Weg - LR Doraja Eberle: Erhaltung und Wiederansiedelung gefährdeter Arten trägt Früchte

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LR Doraja Eberle mit den Nationalpark Rangern Herbert Schmuck, Martin Unterhofer und Kurt Bernert bei den Artenschutztagen im Zoo Salzburg am 7./8. August 2010 (c) Photo: Landeskorrespondenz Land Salzburg

"Die Geburt des Bartgeiers in freier Natur hat gezeigt, dass wir mit unseren Artenschutzprogrammen auf dem richtigen Weg sind. Die Nationalparkidee der Erhaltung und Wiederansiedelung gefährdeter oder bereits ausgerotteter Arten trägt Früchte. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Information der Menschen, damit wir noch mehr Freunde für den Nationalpark Hohe Tauern gewinnen und begeistern können."  

 

Das betonte Nationalparkreferentin Landesrätin Doraja Eberle gestern, Sonntag, 8. August, bei den Artenschutztagen der Österreichischen Zoo Organisation im Zoo Salzburg in Hellbrunn. Auch der Nationalpark Hohe Tauern war wieder mit einem Aktionsstand vertreten. Bei dem Stand konnten die Besucherinnen und Besucher mehr über den Nationalpark und über die "Könige der Lüfte" wie Bartgeier, Gänsegeier und Steinadler erfahren.

 

"Die Artenschutztage sind eine willkommene Gelegenheit, den Salzburgerinnen und Salzburgern den Nationalpark Hohe Tauern, seine Besonderheiten und seine Tierwelt näherzubringen", so Landesrätin Eberle weiter. Passend zum Jahr der Biodiversität und zum Thema der heurigen Artenschutztage "Erhalt gefährdeter Tiere", kam heuer zum ersten Mal seit mehr als 100 Jahren im Nationalpark Hohe Tauern im Krumltal in Rauris ein Bartgeierküken in der freien Wildbahn zur Welt. Am 17. Juli um 8.00 Uhr morgens startete der junge Bartgeier zu seinem Jungfernflug. Das sei ein großartiger Erfolg, denn im größten Schutzgebiet der Alpen wurden seit 1986 jährlich zwei Bartgeier freigelassen. Damit wurde ein weiterer Schritt im Schutz dieser majestätischen und ehemals ausgerotteten Vögel getan, so Landesrätin Eberle. Auch die gute Zusammenarbeit mit den Bartgeierzuchtprogrammen der Zoos sei hier ein wichtiger Bestandteil zur Wiederansiedlung dieser Greifvögel.

 

Der Schutz von Biodiversität betrifft aber nicht nur die großen Tierarten, sondern besticht durch den Artenschutz eines gesamten Gebietes, mögen die Bewohner eines Lebensraumes auch noch so klein und unbedeutend sein. In den vergangenen Jahrzehnten entstand durch den starken Rückgang an Arten die Bestrebung, verbliebene Lebensräume und ihre Bewohner zu schützen und der Natur eine dynamische und nicht vom Menschen beeinflusste Entwicklung zu ermöglichen. Dies ist ein Grundgedanke der Nationalparkidee, die seit der Gründung des
Yellowstone Nationalparks in den USA 1872 weltweit Fuß gefasst hat.

 

Nationalpark schützt Vielfalt des Lebens

Der Nationalpark Hohe Tauern stellt einen signifikanten Ausschnitt der von Gletschern und Eiszeiten geprägten österreichischen Zentralalpen dar. Seine Tier- und Pflanzenwelt ist repräsentativ für alle Höhenstufen der Ostalpen und zeichnet sich durch besondere Vielfalt aus. Grundlage sind dafür auch die enormen klimatischen Unterschiede verschiedener Höhenlagen sowie die vielfältigen geologischen Gegebenheiten. So bietet der Nationalpark für Arten wie das Birkhuhn, die Kleine Moosjungfer oder die Arktische Smaragdlibelle ein entsprechendes Rückzugsgebiet. Das Schutzgebiet alleine reicht aber nicht aus, um die Vielfalt des Lebens zu schützen. Vielmehr kann es als das Herz eines komplexen Organismus betrachtet werden, das für mobile Tierarten ein Teillebensraum ist. So bieten die Artenschutztage im Zoo Salzburg für das größte Schutzgebiet Österreichs eine einmalige Gelegenheit, sich mit anderen Partnern – wie zum Beispiel dem Nationalpark Berchtesgaden oder der Vogelschutz-Organisation Bird Life – zu präsentieren und Besucherinnen und Besucher dafür zu begeistern.

 

Umfangreich war auch das Rahmenprogramm bei den Artenschutztagen. Nationalpark-Ranger informierten über die großen und kleinen Bewohner im Nationalpark Hohe Tauern. Für die Kinder stand eine Bastelstation bereit, für Spaß und Spannung sorgte ein Quiz. Als Hauptgewinn gab es einen Wochenendaufenthalt auf einem Bio-Bauernhof in der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern sowie Gutscheine für Wanderungen mit den Nationalpark-Rangern zu gewinnen.