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Internationale Bartgeierzähltage 2009

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Erwachsener Bartgeier ausgefärbt Foto: Knollseisen

Zu oft in die Luft zu schauen kann auf den Bergen mitunter zu Unfällen führen, am kommenden Wochenende bedeutet es aber große Unterstützung für ein einzigartiges Artenschutzprojekt. Am 10. und 11. Oktober finden wieder die internationalen Bartgeierzähltage statt, wozu gebeten wird, verstärkt nach oben zu sehen und Beobachtungen an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Hintergrund ist die möglichst gleichzeitige Erfassung von Tieren im gesamten Alpenbogen, um dadurch die Anzahl und gleichzeitig auch die Projektentwicklung erfassen zu können.

Der Bartgeier, mit knapp drei Metern Spannweite der größte Vogel der Alpen, wurde um 1910 ausgerottet. Auch wenn sich dieser „Riese“ ausschließlich von Aas - größtenteils von Knochen, welche von verunglückten Tieren stammen - ernährt, wurde er damals Opfer einer Rufmordkampagne, die ihn als Bestie hinstellte. Im Rahmen eines internationalen Projektes werden auch in Österreich unter der Schirmherrschaft des Nationalparks Hohe Tauern seit 1986 Bartgeier wieder angesiedelt. Da vor allem jüngere Bartgeier Strecken von mehreren 100 km am Tag zurücklegen können, soll die jährlich stattfindende alpenweite Zählung zusätzlich zu jenen Meldungen, die über das ganze Jahr gesammelt werden, Aufschlüsse über die Populationsgröße geben. Derzeit schätzt man im Alpenbogen die Zahl der Bartgeier auf rund 135 Tiere, an den Zähltagen 2008 konnten 96 verschiedene Individuen beobachtet werden, 11 davon in Österreich.

Merkmale eines Bartgeiers

Neben der gewaltigen Größe unterscheiden sich Bartgeier vor allem durch den langen (etwa gleich lang wie der Körper) keilförmigen Stoß von Steinadlern und Gänsegeiern. Junge Bartgeier sind bis etwa vier Jahre vor allem im Kopfbereich dunkel bis schwarz gefärbt, während erwachsene Bartgeier einen hellen, rötlich-gelb gefärbten Brust- und Kopfbereich zeigen. Bei freigelassenen Jungvögeln lassen sich auch längliche, unsymmetrische Markierungen im Federkleid erkennen.

Was ist wichtig? Ort der Beobachtung (wird vertraulich behandelt)

exakte Zeit der Beobachtung

Beschreibung des Vogels

dunkler oder heller Kopf?

Färbung des Brustgefieders?

längliche Markierungen im Federkleid?

erkennbare Mauserlücken (fehlende Federn)?

Farbe der Fußringe erkennbar?

Verhalten

Entfernung zum Vogel

Kontaktadresse:

Gunther Greßmann

Österr. Bartgeiermonitoring/Nationalpark Hohe Tauern

Tel.: 0664/8203055

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Weitere Informationen zum Bartgeier unter:

www.bartgeier.ch; www.gypaete-barbu.com; www.egsoesterreich.org;

www.gyp-monitoring.com; www.hohetauern.at