Da staunte selbst Dietmar Streitmaier, Jagdschutzorgan im Nationalparkrevier Lassacher Alpe bei Mallnitz und Kärntner Vogelexperte nicht schlecht, als er seine letzte Woche erlegte Gamsgeiß untersuchte. Ein drittes Horn wuchs geradewegs aus dem Rücken der Geiß.
„Hauthorn“ nennt man dieses Gebilde und ist laut Dr. Armin Deutz, Amtstierarzt in der Steiermark, sehr, sehr selten. Das 5,5 cm lange Horn ist hohl und unterliegt dem gleichen jahreszeitlichen Wachstumsrhythmus wie die Krucken. Entstehen können „Hauthörner“ entweder aus embryonal versprengten Hornanlagen oder als Folge mechanischer Reize, auf welche die Haut mit der Bildung von Hornzellen reagiert.
Bewundern kann man die zoologische Sensation als Präparat ab Frühling 2010 im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz.



