Nationalpark-Forschungspreis 2007/2008
Insgesamt 7 Preise gingen an Dissertanten/Diplomanden, die den Nationalpark Hohe Tauern in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellten. Die Preisträger sind: Mag. Lukas HÖRTNAGL, MMag. Katharina ZEHENTNER, Bakk.phil.Dipl.-Päd., MA Sylvia ZLÖBL, MMag.Dr. Andreas KELLERER-PIRKLBAUER, Dipl.-Biol. Bernhard HOISS, Mag. Linda LERCHBAUMER, Mag. Viktoria ENNEMOSER
Bundesminister BERLAKOVICH zeichnet beste Forschungsprojekte rund um Österreichs Nationalparke aus
Wien (OTS) 13.1.2009: "Die Forschung hat einen fixen Platz unten den Aufgaben eines jeden Nationalparks. Sie ist wichtig für die Beobachtung von langfristigen Veränderungen in der Natur, für konkrete Fragestellungen in Zusammenhang mit Artenschutz und notwendigen Maßnahmen im Gebiet. Sie unterstützt den Bildungsauftrag und lässt uns Ökosysteme besser verstehen. Die Forschung in Österreichs "größtem Freilandlabor" liefert darüber hinaus auch wertvolle Ergebnisse für die Naturschutz-Forschung im Allgemeinen. Mit dem Nationalpark-Forschungspreis fördern wir bewusst den Dialog mit den Universitäten und Fachhochschulen und wollen Impulse für die Entwicklung der österreichischen Nationalparks geben", so Umweltminister Niki Berlakovich gestern anlässlich der Verleihung des 3. Österreichischen Nationalpark-Forschungspreises.
Zielgruppe der Aktion "Österreichischer Nationalpark-Forschungspreis" sind DiplomandInnen und DissertantInnen von österreichischen und ausländischen Universitäten und Fachhochschulen. Neu ist, dass sich heuer erstmals auch DissertantInnen bewerben können. Auch Arbeiten von ausländischen Universitäten und Hochschulen konnten eingereicht werden. 67 DiplomandInnen bzw. DissertantInnen - darunter sechs aus dem Ausland - nutzen die Gelegenheit und haben sich mit ihrer Arbeit beworben. Eine Jury, die sich aus Vertretern der Nationalparks und des Lebensministeriums zusammensetzte, ermittelte schließlich 31 Preisträgerinnen und Preisträger, die Geldpreise bis zu 1.500 Euro erhalten.
Die Themen der Diplomarbeiten bzw. Dissertationen sind so vielfältig wie die österreichischen Nationalparks selbst. Die Themen reichen von Erforschung der Tier- und Pflanzenwelt und Lebensräume über die Umweltbildung und das Besuchermanagement bis hin zu sozio-ökonomischen, juristischen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Eine Arbeit hat zum Beispiel eine Methode für die Evaluierung des Nationalpark-Managements zum Thema, eine andere untersucht die Wirksamkeit des Nationalpark-Unterrichts auf das Umweltbewusstsein der Kinder.
"Wir müssen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, in direkten Kontakt mit der Natur zu treten. Für dieses Naturerleben stehen die Nationalparks an eine der ersten Stellen. Aus diesem Grund waren uns Arbeiten, die innovative Ansätze zur Jugendumweltbildung und Didaktik zum Inhalt hatten, besonders wichtig", so der Minister zu den eingereichten Arbeiten.
In den letzten 15 Jahren wurde in den Nationalparks viel geleistet, nicht nur am Sektor Forschung und im Naturschutzbereich. Die Nationalparks haben sich zu Zentren der Umweltbildung entwickelt, zu regionalwirtschaftlichen Leitprojekten und zu Besuchermagneten. Jährlich sind etwa 80.000 SchülerInnen bei Projekttagen in einem Nationalpark unterwegs, an über 2.000 Exkursionen und geführten Wanderungen nehmen rund 50.000 BesucherInnen teil. Zahlreiche Personen besuchen insbesondere die neue Info-Zentren rund um die Nationalparks samt deren Ausstellungen.
Zu den vorrangigen Zielen eines modernen Nationalparkmanagements zählt neben dem Schutz der Ökosysteme, der Umweltbildung und dem umweltverträglichen Tourismus auch die Forschung. Mit der Aktion des Nationalpark-Forschungspreises soll diese Aufgabe der Nationalparks unterstützt und neue Ansätze entwickelt werden.




