Nationalpark Hohe Tauern - News-Artikel



ORF Universum aus dem Nationalpark Hohe Tauern

Hermann Maier: Meine Heimat, die Hohen Tauern

c ORF/Pichlkostner

Ausstrahlung am 22. Oktober um 20.15 h in ORF 2. Für die Reihe Universum ist die Skilegende Hermann Maier zu einer besonderen Expedition aufgebrochen: in die Hohen Tauern, einer Region der Pioniere. Es ist ein besonderer Blick, den der Sportler auf den Nationalpark und seine Umgebung ermöglicht.

 

Wolken wie aus Zuckerwatte, tiefblauer Himmel und zwei Bergsteiger am höchsten Gipfel Österreichs – Hermann Maier und sein Bergführer Hans Rogl. In einem bildgewaltigen „Universum“ präsentiert Skilegende Hermann Maier am Dienstag, dem 22. Oktober, um 20.15 Uhr in ORF 2 seine Heimat, die Hohen Tauern. Nach den unendlichen Weiten der Antarktis in „Wettlauf zum Südpol“ vor zwei Jahren bricht der gebürtige Flachauer Hermann Maier nun zu einer „Universum“-Expedition der besonderen Art auf, um seine unmittelbare Heimat anlässlich des Nationalfeiertags zu erkunden. „Das Land rund um den Großglockner ist schon ein ganz besonderer Flecken Erde“, zeigt sich der Skistar beeindruckt, „es ist unglaublich, wie gut hier Mensch und Natur harmonieren.“ Realisiert hat die Produktion über dieses Stück wildromantischer Natur das schon beim „Wettlauf zum Südpol“ erprobte Team der Interspot Film mit Regisseur Heinz Leger. Sie begleiten Hermann Maier zu den steilen Graten, auf denen Steinböcke elegant von Fels zu Fels springen, sich Bartgeier in schwindelnde Höhen schrauben, und zu den kleinen, versteckten Naturschönheiten wie bunten Bergwiesen.

Im Schatten von Großglockner und Großvenediger erstreckt sich mit dem Nationalpark Hohe Tauern das größte Naturschutzgebiet Österreichs, dessen Wurzeln 100 Jahre in die Vergangenheit reichen. Als die ersten Menschen in die Alpen vordrangen, trafen sie auf ausgedehnte, einförmige Urwälder. In jahrhundertelanger Arbeit rodeten sie den Wald, schufen Äcker und Almen und drangen mit ihren Siedlungen bis in die Hochlagen vor. Den ersten Bauern folgten viele Wildtiere, die in der nun strukturreichen Landschaft Lebensraum fanden: Auerhühner besiedelten die Waldweiden, Steinhühner die Bergmähder und Rothirsche die Almen. Für einige Wildtiere, die in den Urwäldern selten waren, haben die Menschen den Lebensraum beträchtlich erweitert: etwa für die Birkhühner, die Murmeltiere oder die Kreuzottern. So ist im Laufe der Jahrhunderte eine einmalige Lebensgemeinschaft aus Tieren der Kulturlandschaft und speziell angepassten Wildtieren der Hochlagen entstanden.

Hermann Maier ist mit Menschen unterwegs, die auf ganz besondere Art mit diesem Land verbunden sind: So erzählt Nationalpark-Ranger Markus Lackner die dramatische Geschichte der Steinböcke. Sie waren einst Aberglauben und Volksmedizin zum Opfer gefallen, jedem Teil des eleganten Tieres hatte man heilende Wirkung zugeschrieben – und so war vor rund 200 Jahren das letzte Tier in unseren Alpen erlegt worden. Nur wenige Tiere konnten unter dem Schutz des italienischen Königs überleben und erst durch die gemeinsamen Anstrengungen von Natur- und Artenschützern gelang es, die Tiere in ihrer angestammten Heimat wieder anzusiedeln.

Die Betreiber des Nationalparks Hohe Tauern haben mit ihren Kollegen aus den angrenzenden Regionen Gewaltiges geleistet: Das größte Schutzgebiet der Alpen beherbergt heute wieder rund 900 Steinböcke, und auch Bartgeier brüten wieder in den zerklüfteten Felsspalten des Schutzgebiets. Kärnten, Salzburg und Tirol geben diesem außergewöhnlichen Nationalpark eine Heimat, der wilde Urlandschaft nahtlos mit bergbäuerlicher Naturlandschaft verbindet.

Dass der „Herminator“ nach wie vor kräftig anzupacken weiß, wird in der nächsten Szene klar: Mit kräftigen Hieben treibt er Keile in die frische Schnittwunde einer Lärche, langsam neigt sich der Baum und fällt krachend zu Boden. Der Osttiroler Archehofbauer Alois Steiner ist gemeinsam mit der Noriker-Stute Lexa unterwegs und zeigt, wie man das Land in der Außenzone des Nationalparks schonend nutzen kann. Wenn man Hermann beim Arbeiten zusieht, wird schnell klar, dieser Mann weiß nicht nur mit Abfahrtsski und Maurerkelle virtuos umzugehen. So wie die Rindenstücke fliegen, sieht man, dass er schon als Volkschulbub mit seinem Großvater „ins Holz“ gegangen ist.

Auf 48 Kilometern windet sich die Großglockner Hochalpenstraße mit 36 Kehren auf 2.500 Meter Seehöhe ins Herz des Nationalparks. Doch die Straße, die heute rund 900.000 Besucher/innen pro Saison zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe führt, ist keine neuzeitliche Erfindung, sie folgt uralten Spuren. Funde von vorkeltischen Bronzemessern, keltischem Goldschmuck und einer römischen Herkules-Statuette zeugen von der jahrtausendealten Bedeutung dieses Alpenübergangs. Von hier oben hat man einen ausgezeichneten Blick auf Österreichs längsten Gletscher, die Pasterze. Es wäre nicht Hermann Maier, wenn nicht auch ein bisschen Abenteuer dabei wäre: Gemeinsam mit dem Gletscherforscher Andreas Kellerer-Pirklbauer lässt er sich in eine Gletscherspalte abseilen, um den rapiden Rückgang des „ewigen Eises“ aus nächster Nähe zu studieren.

Die „Universum“-Produktion entstand als Koproduktion von ORF und Interspot Film in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern unterstützt auch durch Großglockner Hochalpenstraße, Ferienregion National Park Hohe Tauern Salzburg, Hohe Tauern – die Nationalparkregion in Kärnten und Osttirol Werbung.

„Universum – Hermann Maier: Meine Heimat, die Hohen Tauern“ ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

Für weitere Informationen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
Helene Mattersberger, Nationalparkrat Hohe Tauern, Kärnten, Salzburg, TirolTel: 04875 5112-23, Mail: h.mattersberger@hohetauern.at 

Fotos stehen zu Artikel bzw. Berichterstattung ORF Universum "Meine Heimat, die Hohen Tauern" kostenlos einmalig zur Verfügung. Der Bildautor ist anzuführen. Auto und Bildtext ersehen Sie unterhalb des jeweiligen Fotos:

thumb Maier Universum 01ORFG.Pichlkostner

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Bildtext: Text: v.l. Nationalparkdirektor Peter Rupitsch (Kärnten), Skilegende Hermann Maier, Tourismusgeschäftsführer Nationalparkregion Kärnten Günter Mussnig und Nationalpark Ranger bei Steinwilddreharbeiten auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe/Großglocknerhochalpenstraße. Autor: ORF/G.Pichlkostnerthumb universum maier 03ORFG.PichlkostnerDownload Druckdatei: universum_maier_03ORFG.Pichlkostner.jpg
Bildtext: v. l. Nationalpark Ranger Matthias Berger, Regisseur Heinz Leger, Skilegende Hermann Maier, Kameramann Klaus Schter und Nationalparkdirektor Hermann Stotter (Tirol) bei den Drehtarbeiten zur Bergmahd am "Gripple" unterhalb der Sajatmähder in Prägraten. Autor: ORF / G. Pichlkostner

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Bildtext: Das mächtige Massiv der Hohen Tauern ist die Heimat Hermann Maiers. Autor: NPHT/D. Zupanc

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Bildtext: Im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern, hat Hermann Maier den Großglockner bestiegen. Autor: NPHT/A. Rofner

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Bildtext: Die Großglockner Hochalpenstraße bietet einen grandiosen Einblick in den Nationalpark Hohe Tauern. Jährlich befahren beinahe 1 Mio Besucher die Straße. Autor: GROHAG

thumb BlumenwieseNPHT

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Bildtext: Die Bergmähder der Hohen Tauern sind der Inbegriff Artenvielfalt. Autor: Nationalpark Hohe Tauern