Nationalpark Hohe Tauern - News-Artikel



Bartgeierdame „Glocknerlady“ zieht wieder ihre Kreise

LR Ragger: Bartgeier nach Bleivergiftung wieder freigelassen – Umstellung auf bleifreie Munition als

Freilassung Glocknerlady

Seit gestern, Sonntag, zieht Bartgeierdame „Glocknerlady“, welche an einer schweren Bleivergiftung durch bleihaltige Jagdmunition erkrankt war, wieder ihre Kreise im Nationalpark Hohe Tauern. Innerhalb weniger Sekunden lies sie sich durch den starken Südwind vom Gipfel des Scharecks in die Höhe treiben und zog sogleich eine erste Kontrollrunde durch ihr altes Revier. „Es freut uns besonders, dass dieses wunderbare Tier nach sechsmonatiger Pflege in der Bartgeierzuchtstation Haringsee wieder genesen ist und seine Kreise im Nationalpark zieht“, betont Nationalparkreferent Landesrat Christian Ragger.

Im Juni 2012 war „Glocknerlady“ zusammen mit „Inge“ im Zuge des internationalen Projektes zur Wiederansiedelung des Bartgeiers in den Alpen im Fleißtal bei Heiligenblut freigelassen worden. Bei einem ihrer ersten größeren Ausflüge zog sich „Glocknerlady“ diese schwere Bleivergiftung zu. Dank ihres Senders wurde „Glocknerlady“ zeitgerecht gefunden. „Blei gelangt über feine Splitter bleihaltiger Jagdmunition in die Natur und wird von Geiern über Aufbrüche und angeschossene Wildtiere aufgenommen. Die Folge sind schwere Schädigungen des zentralen Nervensystems, der inneren Organe und des Nährstofftransportes im Blut“, informiert Nationalparkdirektor Peter Rupitsch.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde erklärten Landesrat Ragger und Landesjägermeister Gorton, dass sie sich in puncto Umstellung auf bleifreie Munition weiter einsetzen werden. „Es ist unser erklärtes Ziel in absehbarer Zeit das Verbot von bleihaltiger Munition durchzusetzen und somit Kärnten als Vorreiterbundesland zu etablieren. Als zuständiger Referent habe ich die Prüfung der dazu notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen in Auftrag geben“, erklärt Ragger.

Auch der Nationalpark Hohe Tauern geht hier mit gutem Vorbild voran: In allen Kärntner Nationalpark-Revieren wird bei der Durchführung von Regulierungsabschüssen – sofern solche erforderlich sind – bleifreie Munition verwendet. „Eine ganze Reihe von Nachbarrevieren ist diesem Beispiel schon gefolgt und garantiert damit bleifreies Wildbret“, so Rupitsch.

Der Freilassung wohnten Bürgermeister Josef Schachner, Hans Frey (Leiter Bartgeierzuchtprogramm) sowie lokale Jagd- und Nationalparkvertreter bei.

I N F O: Ihre weiteren Ausflüge können online (http://www.hohetauern.at/de/online-service) live mitverfolgt werden.

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