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Nationalpark Hohe Tauern - News-Artikel



Nationalpark Hohe Tauern Salzburg zieht Bilanz

Widmann: Erfolgreiches Jahr 2012 und zahlreiche Vorhaben für 2013

Im Bild hinten v.l.n.r. Johannes Ehrenfeldner (Lebensministerium), Bgm. Franz Nill, Kristina Bauch (NPV-S), NP-Dir. Wolfgang Urban, Ferienregion-Dir. Christian Wörister; vorne v.l.n.r.: Johann Steiner, LR Tina Widmann, Georg Altenberger, Josef Fischer-Colbrie

Im März jeden Jahres tritt das oberste Entscheidungsgremium des Nationalparks, das Nationalparkkuratorium zusammen, um über das abgelaufene Jahr Bilanz zu ziehen und künftige Projekte und neue Impulse zu starten. Den Vorsitz des 8-köpfigen Gremiums hat NP-Landesrätin Tina Widmann inne. Bereits bei der Gründung des Nationalparks Hohe Tauern vor über 25 Jahren hat die Landespolitik in Salzburg das Kuratorium eingerichtet, quasi als Aufsichtsrat über die Nationalparkverwaltung. Hier sind Naturschutzexperten und Vertreter des Lebensministeriums sowie Bürgermeister und Grundeigentümer mit Sitz und Stimme vertreten. "Ein für eine erfolgreiche Entwicklung perfekt geeignetes Gremium", ist Widmann überzeugt. "So ist es möglich, alle meine Entscheidungen mit den unterschiedlichen Interessen im Land und in der Region abzustimmen und auf eine breite Basis zu stellen."

Widmann konnte gemeinsam mit dem Geschäftsführer NP-Direktor Wolfgang Urban über das Geschäftsjahr 2012 sowohl in kaufmännischer wie in inhaltlicher Hinsicht eine zufriedenstellende Bilanz präsentieren: Die Kosten des teilweise beim Land angestellten Personals nicht eingerechnet, wurden in den Geschäftsbereichen 'Naturraummanagement', 'Wissenschaft & Forschung', 'Bildung & Besucherinformation', 'Erhaltung der Kulturlandschaft', 'Regionalentwicklung' und 'Tourismus' rund 5,5 Mio. Euro seitens der Nationalparkverwaltung umgesetzt, finanziert aus Bundes- und Landesmittel, EU-Förderprogrammen sowie eigenwirtschaftlicher Tätigkeit.

"Regionalwirtschaftlich betrachtet hat der Großteil dieses Umsatzes einen erheblichen Mehrwert", ist Bürgermeister Franz Nill, der gemeinsam mit Bürgermeister Robert Reiter die Nationalparkgemeinden im Kuratorium vertritt, überzeugt. Wenn beispielsweise die Nationalparkverwaltung 52 MitarbeiterInnen und 29 FerialpraktikantInnen aus der Region einen Arbeitsplatz bietet, wenn rund 630.000 Menschen die Nationalparkausstellungen besuchen sowie Winter- und Sommerprogramme der Nationalparkverwaltung nutzen, ca. 30.000 SchülerInnen im Rahmen der Umweltbildungsprogramme betreut werden oder wenn Infrastruktur wie das Nationalpark-Panorama auf der Resterhöhe oder die Ausstellung Holler im Klausnerhaus errichtet werden sowie Lehrwege wie jener im Rauriser Urwald neu gestaltet werden.

Die Tatsache, dass etwa 60% der 80.500 ha Nationalparkfläche im Salzburger Anteil im privaten Eigentum meist bäuerlicher Familienbetriebe steht, ist etwas Besonderes. Will man den Nationalpark erfolgreich weiterentwickeln ist klar, dass es neben den Gemeinden auch Grundeigentümer in die Nationalparkpolitik eingebunden werden müssen. "Wir Grundeigentümer fühlen uns von Nationalparkpolitik und Nationalparkverwaltung respektiert. Dadurch wurde und wird vieles möglich, wie auch die Internationale Anerkennung", sagt der Obmann der Schutzgemeinschaft Georg Altenberger, der gemeinsam mit ÖR Hans Steiner im Kuratorium mitentscheidet.

Für das Jahr 2013, welches im Zeichen des „100 Jahre Nationalparkidee in Salzburg“ steht – 1913 wurden vom Naturschutzparkverein Stuttgart Hamburg im Felbertal und im Stubachtal auf Anregung des Landtagsabgeordneten und späteren LHStv. Dr. August Prinzinger erste Flächen erworben, um einen Nationalpark nach US amerikanischem Vorbild zu errichten – hat sich die Nationalparkverwaltung wieder einiges vorgenommen:

Im Nationalparkzentrum ist im Zeitraum noch bis 01.04.2013 sowie vom 02.-27.09.2013 eine Fotoausstellung von Ferdinand Rieder, Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung, mit dem Thema „Wildnis Hochgebirge“ zu betrachten.

Die Geschichte und die Hintergründe der Nationalparkidee in Salzburg werden in einer wissenschaftlichen Studie von Prof. Dr. Patrick Kupper vom Institut für Technikgeschichte an der ETH Zürich erforscht und aufbereitet - ab Mai 2013 wird eine Ausstellung im Felberturmmuseum diesem Thema gewidmet sein und im September 2013 erscheint eine Publikation im Rahmen der Wissenschaftlichen Schriftenreihe des Nationalparks.

Die Monate Mai und Juni sind traditionell Hochsaison für die Umweltbildung. "Schulen aus allen Bundesländern sind schon angemeldet", freut sich Widmann.

Das Winterprogramm 2013 geht Ende März erfolgreich zu Ende und die geführten Nationalpark-Exkursionen für Sommer 2013 werden von der Ferienregion und den örtlichen Tourismusverbänden bereits überzeugend beworben.

Laufend wird an einer modernen Besucherinfrastruktur gearbeitet, 2013 werden u.a. drei Gletscherlehrwege neu gestaltet.

Mitte Juni findet ein internationales Forschungssymposium mit über 150 WissenschaftlerInnen aus aller Welt im Nationalparkzentrum in Mittersill statt – in diesem Rahmen wird auch der Nationalparks Austria Forschungspreis vergeben.

Ebenfalls Mitte Juni findet das Partnerschulfest statt, rund 1.700 SchülerInnen haben sich dafür angemeldet.

Am 12.06.2013 wird „Nationalpark 360°“ – der Erweiterungsbau des Nationalparkzentrums in Mittersill eröffnet.

Am 16.06.2013 erfolgt die Almsommereröffnung auf der Hochsonnberg Alm in Uttendorf durch die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern GmbH.

Am 13. und 14.09.2013 findet eine Wildnistagung statt. Im Untersulzbachtal sind Flächen vorhanden, die sich als Wildnisgebiet eignen würden.

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres wird am 31.10.2013 eine Uraufführung der Sinfonie „Homeland“, in Kooperation mit der Partnerschule Musikum stattfinden.

Das abgeschlossene Nationalparkjahr 2012 wurde nicht nur in Bilanzen und Rechnungsabschlüssen dokumentiert, sondern auch in einem Tätigkeitsbericht, der schon seit Jahren von der Nationalparkverwaltung so gestaltet wird, dass er nicht nur für die Entscheidungsträger, sondern auch für jeden Nationalpark Interessierten einen spannenden Einblick in die vielfältigen Arbeiten und Projekte eines Nationalparkjahres geben kann. "Ich bin beeindruckt, was vom Team der Nationalparkverwaltung alles in nur einem Jahr geleistet wird. Mir ist es ein großes Anliegen, das auch den Menschen unseres Landes zugänglich zu machen", so Widmann.

Der interessante und interessante und durch die reichliche Bebilderung kurzweilige Tätig-keitsbericht des Salzburger Nationalparkfonds kann gratis angefordert werden unter nationalpark@salzburg.gv.at bzw. 06562-40849 und steht hier zum Download zur Verfügung.

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